Zwei Leichen nach Hauseinsturz in Deutschland gefunden

Veröffentlicht:

von Agenturen

Tote nach Hauseinsturz in Deutschland gefunden

Bild: APA/APA/dpa/Sebastian Willnow


- Anzeige -
- Anzeige -

Nach dem dramatischen Hauseinsturz in der sächsischen Stadt Görlitz im Osten Deutschlands ist in den Trümmern am Donnerstag eine zweite Leiche gefunden worden. Es handle sich um die zuvor vermisste 26-Jährige aus Rumänien, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Leiche wurde demnach im vorderen Teil des eingestürzten Hauses geborgen. In der Nacht auf Donnerstag hatten die Einsatzkräfte bereits die Leiche der vermissten 25 Jahre alten rumänischen Touristin gefunden.

Nach dem dritten Vermissten werde weiter gesucht, vor allem im hinteren Bereich der Trümmer. Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt.

Wettlauf gegen die Zeit

Nach den drei Vermissten hatten die Einsatzkräfte unermüdlich unter anderem auch mit Spürhunden gesucht, teils arbeiteten sich die Einsatzkräfte auch mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. Beim Bergen von Trümmerteilen waren auch mehrere Radlader, Bagger und Kräne im Einsatz. Die Belastung für die Einsatzkräfte selbst war hoch. Es gebe viel Staub, die ganze Zeit müsse mit Schutzmasken gearbeitet werden, sagte der Sprecher der THW-Einsatzleitung Daniel Hofmann.

Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten Sachsens steht nach wie vor nicht fest. "Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus", sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu. Wenige Stunden nach dem Zusammensturz des Gründerzeithauses wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden.

Nach dem Einsturz wurden zunächst fünf Menschen vermisst, bei zwei von ihnen war der Aufenthalt bereits nach wenigen Stunden geklärt - die beiden Feriengäste befanden sich noch auf der Anreise. Bis zuletzt galten jedoch noch die zwei rumänischen Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und ein 48 Jahre alter Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit als vermisst.

Östlichste Stadt Deutschlands

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.

Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Der Bereich um das Haus wurde nach dem Einsturz weiträumig evakuiert und abgesperrt.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken