Ried mit 1:1 beim GAK "nicht ganz glücklich"

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Havenaar setzte sich nach dem Freistoß durch

Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU


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Die SV Ried ist in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga dank ihrer Stärke bei Standardsituationen ungeschlagen aus Graz abgereist. Eigene Abschlussschwäche und ein herausragender GAK-Torhüter Franz Stolz machten den Innviertlern am Freitagabend in Graz das Leben schwer, ehe Nikki Havenaar in der 69. Minute einen Freistoß zum 1:1-Endstand einköpfelte. Im Retourspiel am Dienstag in Ried wollen es beide Mannschaften besser machen.

Ried war beim davor so heimstarken GAK das klar bessere Team, nicht aber vor dem Tor. Mehrere hochkarätige Chancen wurden vergeben oder eine Beute von Stolz. Es war die "zweite Woche hintereinander, dass der Gegner einen Zauberer im Tor hatte, letzte Woche auch schon mit (WAC-Torhüter Nikolas) Polster", fand Maximilian Senft im Sky-Interview lobende Worte für den Schlussmann der Grazer.

Seiner Elf attestierte der Ried-Coach einen "inspirierenden Fußball in Ballbesitz" und ein "klares Chancenplus", wirklich glücklich war er aber nicht. "Was die Leistung betrifft, bin ich sehr zufrieden, mit dem Ergebnis nicht, das hängt dann mit der Chancenverwertung zusammen. Wir haben uns so viele Chancen herausgespielt, dann kannst du nicht ganz glücklich sein, wenn du nicht als Sieger vom Platz gehst", sagte Senft.

Gegentor ärgert Feldhofer

Ziemlich konträr resümierte sein Gegenüber. "Heute war es vor allem in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel. In der zweiten Halbzeit ganz anderes Gesicht, dann hätten wir das Spiel mit der Führung drüberbringen können, hätten zum Schluss aber auch verlieren können", meinte Ferdinand Feldhofer, der sich über den Ausgleichstreffer doppelt ärgerte. Im Zweikampf, der zum Freistoß führte, sah der GAK-Trainer kein Foulspiel, zudem bemängelte er das Defensivverhalten danach. "Wir wissen, dass Ried bei Standards unglaubliche Qualität hat, trotzdem können wir das sicher besser verteidigen", erklärte er.

Mit der Ausbeute bei Halbzeit der Qualifikationsgruppe kann Feldhofer dennoch hoch zufrieden sein. Der GAK ist mit drei Siegen und einem Remis das beste Team der Quali-Runde und hat sich damit ein schönes Guthaben auf das Tabellenende erspielt. "Wir haben zehn Punkte aus fünf Spielen, das ist mehr als zufriedenstellend", meinte Stolz. Die Zufriedenheit mit dem Auftritt am Freitag hielt sich dagegen in Grenzen. "Wir waren nicht so griffig, da müssen wir uns am Dienstag verbessern", forderte der Schlussmann. Auch Ried ist auf einen anderen GAK eingestellt. "Ich gehe davon aus, dass der GAK nach diesem Spiel gar nicht zufrieden ist und Anpassungen machen wird", meinte Senft am Freitagabend.

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