Riss in Tank könnte drohendes Chemie-Unglück in USA abwenden
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von AgenturenDer Tank wurde mit Wasser von außen gekühlt
Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/APU GOMES
Nach der Evakuierung von rund 50.000 Menschen wegen eines undichten Chemikalientanks im kalifornischen Garden Grove besteht nach Behördenangaben die Hoffnung, dass eine folgenschwere Explosion vermieden werden kann. Da der undichte Chemikalientank anscheinend einen Riss aufweise, könnten der Druck in dem Behälter und damit auch die Explosionsgefahr sinken, sagte TJ McGovern von der Feuerwehr von Orange County in einem im Onlinedienst X veröffentlichten Video.
Demnach hatten sich Feuerwehrleute dem Tank genähert und ihn so genauer inspizieren können. Die daraus gewonnene Erkenntnis, dass es offenbar einen Riss in dem Chemikalientank gibt, rücke die Lage in ein "positives Licht", erklärte McGovern. Das weitere Vorgehen müsse allerdings noch genau geprüft werden.
Am Donnerstag war festgestellt worden, dass der Chemikalientank undicht ist. Die Feuerwehr warnte in der Folge, es bestehe die Gefahr, dass entweder "bis zu 26.000 Liter hochgefährlicher Chemikalien auf den angrenzenden Parkplatz laufen" oder aber der Behälter explodiere, wobei er vermutlich auch umliegende Tanks in Mitleidenschaft ziehen würde, die ebenfalls Chemikalien oder Kraftstoffe enthalten.
50.000 evakuiert
Der undichte Tank enthält Methacrylsäuremethylester, auch als Methylmethacrylat oder MMA bekannt - eine flüchtige und entzündliche Flüssigkeit, die zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Laut der US-Umweltbehörde EPA verursacht die Chemikalie beim Menschen Reizungen der Haut, Augen und Schleimhäute. Außerdem kann sie zu neurologischen und Atemproblemen führen.
Wegen der Gefahren wurden rund 50.000 Anrainer aufgefordert, ihre Häuser und das Gebiet zu verlassen. Vorerst durften sie weiter nicht nach Hause zurückkehren. Der Eigentümer des Chemikalientanks, das britische Luftfahrtunternehmen GKN Aerospace, bat die Menschen um Entschuldigung "für die anhaltende Beeinträchtigung" ihres Alltags.
Die Gefahrenstelle ist nur knapp zehn Kilometer vom Freizeitpark Disneyland entfernt. Die Parkverwaltung erklärte, Disneyland bleibe für Besucher geöffnet, während sie die Entwicklungen in Garden Grove genau verfolge.
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