Schiff mit gestrandetem Wal hat Nordsee fast erreicht
Veröffentlicht:
von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Der Wal soll nach dem Transport ausgesetzt werden
Bild: APA/APA/dpa/Marcus Golejewski
Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.
Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper "Fortuna B" gezogen wird, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schließlich ausgesetzt werden. Wo genau, stand zunächst nicht fest.
In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht
Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden ihm die dänischen Behörden wohl nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.
Mehr entdecken

Paris
Céline Dion vor Konzert-Comeback

Untersuchungshaft verlängert
Marius Borg Høiby bleibt mit Fußfessel zuhause

Italien
Handy-Verbot für Fußgänger: Könnte Österreich nachziehen?

Einzigartig in Europa
Krisenvorsorge: Startschuss für neue Zivilschutz-App ZIVA

Zell am Ziller
Tirol: Leiche von Pensionist (79) in Pkw gefunden

Italien
Gratis-Hendl gegen Tattoo: KFC-Aktion sorgt für Kritik
