Steirer mit Schreckschusspistole randalierte bei Polizei

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von Agenturen

Cobra-Beamte schnappten Verdächtigen nach kurzer Flucht

Bild: APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER


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Ein 26-jähriger Weststeirer ist am Ostersonntag durchgedreht und hat in Deutschlandsberg einen größeren Polizeieinsatz samt Unterstützung der Spezialeinheit Cobra ausgelöst. Der Verdächtige hatte mit einer Clownmaske und einer vermeintlichen Pistole vor und in der Polizeiinspektion randaliert und einen zivilen Streifenwagen beschädigt. Dann flüchtete der offensichtlich psychisch beeinträchtigte Mann vor den Beamten. Die schnappten ihn aber nach kurzer Flucht.

Der Mann war kurz nach 11.00 Uhr mit seinem Auto in die Bahnhofstraße zur Polizeiinspektion gefahren. Er stieg aus und dürfte dann die Vorder- und eine Seitenscheibe der Zivilstreife eingeschlagen haben. Mit einer Clownmaske am Gesicht und der - wie sich später herausstellte - täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole ging er in das Gebäude. Beim Windfang hämmerte er gegen die Scheibe und wollte weiter hinein, aber die Beamtinnen und Beamten riefen Verstärkung.

Anschließend wurde versucht, den Mann zum Aufgeben zu bewegen, aber nichts fruchtete. Nach etwa eineinhalb Stunden lief der 26-Jährige mit der Waffe in der Hand hinaus und in Richtung Fabrikstraße davon. Die Kräfte der Spezialeinheit folgten ihm und gaben mehrere Warnschüsse ab. Nach etwa 100 Metern hatten sie den Verdächtigen eingeholt und nahmen ihn fest.

Der Randalierer erlitt oberflächliche Schnittverletzungen und wurde medizinisch versorgt. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus nach Graz gebracht. Blut wurde ihm für eine Untersuchung abgenommen. Als Motiv wird aufgrund seiner mehrmaligen Äußerungen vermutet, dass er einen "Suicide by Cop" (Selbstmord durch Polizist, Anm.) begehen wollte.

(S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)

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