Tiroler Hygienedienstleister mit Mikroorganismen-Ausstellung

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Hygienefirma macht in Ausstellung Mikroorganismen sichtbar

Bild: APA/APA/UNIVERSITÄT INNSBRUCK


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Eine Ausstellung vom Unternehmen "hollu Systemhygiene" und der Universität Innsbruck will am hollu-Firmenstandort im Tiroler Zirl die Funktionsweise von Mikroorganismen im Alltag erklären. Das "Mikroversum" zeigt dazu in 31 Stationen deren Wichtigkeit, etwa bei der Sauerstoffproduktion oder der Lebensmittelherstellung. "Wir wollen die Welt der unsichtbaren Lebewesen sichtbar machen", erklärte hollu-Geschäftsführer Simon Meinschad am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Zirl.

Das "Mikroversum" soll dabei einerseits eine kostenlos zugängliche Ausstellung, andererseits auch "Science Center und Bildungsstätte sein", führte Meinschad aus. Zur Verfügung steht dafür eine ehemalige Lagerhalle von "hollu", die bei dem Kooperationsprojekt zum großen Ausstellungsraum umfunktioniert wurde. Getragen wird das Projekt nicht nur von der Uni und "hollu", sondern unter anderem auch vom Land Tirol, das 180.000 Euro an Fördergeldern beisteuerte.

Uni-Rektorin: "Mehrwert für die Gesellschaft"

Vor allem solle die Ausstellung, die am Mittwoch offiziell eröffnet wird, ein "Ort des Entdeckens sein", betonte die Rektorin der Universität Innsbruck, Veronika Sexl. Dass dieser Ort aus der Taufe gehoben und nunmehr eröffnet sei, sei das "Ergebnis einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit", bei der "Wirtschaft und Wissenschaft einen Mehrwert für die Gesellschaft generiert haben."

Dieses Projekt wolle jedenfalls ein "Projekt für Tirol und darüber hinaus" sein, meinte Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP). Es sei außerdem auch ein wichtiger Beitrag dazu, "die Wissenschaft hochzuhalten". Das sei in Tirol besonders wichtig, denn man wolle "ein MINT-Land sein", verwies Hagele auf einen Fokus des Landes zur Förderung der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das "Mikroversum" richte sich deshalb auch besonders an "Schulen und Kinder", aber natürlich auch an Erwachsene, strich die Landesrätin heraus.

24 Stunden im Leben mit Mikroorganismen

Entstanden sei in rund eineinhalbjähriger Vorbereitung eine Ausstellung, die zeige, "wie wir gemeinsam mit Mikroorganismen im Alltag leben", sagte Julia Mösslacher, Managing Director "Mikroversum" bei hollu. Die Ausstellung umfasse einen Zeitraum von 24 Stunden, beginnend mit dem Morgen. Themen wie "Handhygiene", die Wirkung von Mikroorganismen auf das Hautmikrobiom oder auch die Gesundheit ganz allgemein komme dabei aufs Tapet.

Diese Vielfalt an Wirkungsweisen zu zeigen sei auch deshalb von großer Bedeutung, weil "Mikroorganismen in Lehrplänen der Schulen unterrepräsentiert sind", hielt die Dekanin der Fakultät für Lehrerbildung der Universität Innsbruck, Suzanne Kapelari, fest. Das "Mikroversum" erlaube es nun, "mit einem Blick auf das Kleine das große Ganze besser zu verstehen."

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