Tote bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew

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von Agenturen

Angriff auf Babynahrungsfabrik bei Kiew

Bild: APA/APA/UKRAINIAN EMERGENCY SERVICE/HANDOUT


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Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Babynahrungsfabrik nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben am Freitag vier Menschen getötet worden. Zudem seien sieben Personen verletzt, wie der Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilte. Weitere Personen wurden unter den Trümmern vermutet.

Der Betrieb, der den Angaben zufolge vor allem Milchprodukte für Kinder herstellt, liegt im Bezirk Browary. "Der Feind hat ein friedliches ziviles Unternehmen der Lebensmittelindustrie angegriffen", erklärte der Gouverneur der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, im Onlinedienst Telegram.

Die ukrainische Armee teilte mit, sie habe in der Nacht 216 russische Drohnen registriert, von denen 198 abgefangen worden seien. Bei diesen Angriffen wurden demnach drei Menschen in den Regionen Saporischschja, Cherson und Dnipropetrowsk getötet. Bei der Drohnenattacke in Saporischschja wurden darüber hinaus 16 Menschen verletzt.

Offener Brief Selenskyjs an Moskau

Das russische Verteidigungsministerium gab seinerseits bekannt, in der Nacht 123 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben, unter anderem in der Region Moskau, aber nicht in der Nähe von St. Petersburg, wo derzeit ein Wirtschaftsforum mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin stattfindet. Putin wollte am Freitag eine Rede bei dem Treffen halten.

Am Donnerstag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem offenen Brief ein direktes Treffen mit Putin und einen Austausch aller Kriegsgefangenen vorgeschlagen. Als Ort dafür hatte Selenskyj "die Schweiz, die Türkei oder Länder in der arabischen Welt" ins Spiel gebracht. In dem Brief erklärte Selenskyj anderenfalls bereit zu sein, weiterzukämpfen. Zudem erklärt er, die russische Bevölkerung sei Putins und des Krieges überdrüssig. Daraufhin hatte der Kreml erklärt, Selenskyj könne "jederzeit nach Moskau kommen". US-Präsident Donald Trump hatte die Initiative Selenskyjs begrüßt.

Einigung über regionale Waffenruhe bei Akw Saporischschja

Eine von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ausgehandelte Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine in der Nähe des von Russland kontrollierten südukrainischen Atomkraftwerkes Saporischschja ist in der Nacht in Kraft getreten. Dies ebne den Weg für dringend notwendige Reparaturen an der Stromleitung zum AKW, teilt die IAEA mit. Die Reparaturen seien erforderlich, um die Gefahr eines atomaren Unfalles zu verhindern. Techniker beider Seiten würden in den kommenden Tagen mit den Arbeiten beginnen. Das AKW mit seinen sechs Reaktoren ist das größte Europas. Im März 2022, kurz nach Beginn der groß angelegten russischen Invasion der Ukraine, brachten russische Truppen das Atomkraftwerk unter ihre Kontrolle. Immer wieder kam es rund um das nahe der Front gelegene AKW zu Kämpfen, auch auf dem Gelände selbst schlugen wiederholt Geschosse ein und verursachten Schäden. Das AKW ist aus Sicherheitsgründen nicht in Betrieb. In der Anlage befindet sich allerdings radioaktives Material.

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