Tote und Verletzte nach Angriffen in Ukraine und Russland
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von AgenturenTote bei Angriff auf den Stadtbus in der ukrainischen Stadt Nikopol
Bild: APA/APA/Ukrainian State Emergency Service/HANDOUT
Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Stadtbus in Nikopol im Osten der Region Dnipropetrowsk kamen nach ukrainischen Angaben außerdem drei Menschen ums Leben. In der russischen Oblast Wladimir wurden nach Angaben der dortigen Behörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein zwölfjähriger Bub und seine Eltern getötet.
In Nikopol seien zwölf Personen verletzt worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. "Das ist ein verheerender Schlag für den öffentlichen Nahverkehr. Es geschah zur Hauptverkehrszeit, gerade als die Menschen auf dem Weg zur Arbeit waren", erklärte Innenminister Ihor Klymenko auf Telegram. Im Kreis Synelnykowe sei durch einen russischen Drohnenangriff ein Elfjähriger getötet worden, zwei Frauen im Alter von 31 und 61 Jahren sowie ein 33-Jähriger wurden demnach verletzt. Zwei weitere Verletzte und Schäden an einem Verwaltungsgebäude und Stromleitungen gab es demnach infolge von Angriffen auf die Stadt Pawlohrad und ihr Umland.
Explosion von Sprengkörpern
Ein Mann und eine Frau wurden in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Ebenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hryhorow warnte vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
In der russischen Oblast Wladimir seien der zwölfjährige Bub und seine Eltern in ihrer Wohnung ums Leben gekommen, teilten Gouverneur Alexander Awdejew und die örtlichen Behörden mit. Die fünfjährige Schwester des Buben habe den Angriff auf den Bezirk Alexandrowski im Westen der Oblast, rund 100 Kilometer nordöstlich von Moskau, überlebt. Sie werde wegen schwerer Verbrennungen im Krankenhaus behandelt.
Raketenwerferbeschuss von Slowjansk
Zuvor wurde in der ostukrainischen Stadt Slowjansk mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet. Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100.000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.






