Iran-Krieg
Trump droht Iran und Houthi mit "militärischer Bestrafung"
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsZIB 13:00
Iran: US-Angriffe und Drohungen
Videoclip • 01:41 Min
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer militärischen Reaktion, sollten die Houthi-Rebellen im Jemen erneut angreifen. Die USA würden den Iran zur Verantwortung ziehen, da die Houthi Stellvertreter des Landes seien, schrieb Trump auf seiner Internet-Plattform Truth Social. Es könne eine "erhebliche militärische Bestrafung" gegen den Iran und die Houthi verhängt werden. Zuvor hatten die Houthi nach eigenen Angaben zwei saudi-arabische Schiffe beschossen.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer militärischen Reaktion, falls die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen weitere Angriffe im Roten Meer durchführen.
Zuvor hatten die Houthi nach eigenen Angaben saudi-arabische Schiffe angegriffen und eine Seeblockade angekündigt, was international als gefährliche Eskalation gewertet wird.
Am Montag hatten die Houthi eine "Blockade" für saudische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland des Jemen, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", hieß es.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte die Houthi am Donnerstag auf, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer zu beenden. Die angekündigte Seeblockade sei eine Gefahr für die regionale Stabilität und eine gefährliche Eskalation, teilte Kallas mit. Sie betonte, dass der EU-Marineeinsatz Aspides weiter bereit sei, die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer und den angrenzenden internationalen Gewässern zu schützen.
Feuer auf Tanker ausgebrochen
In der Nacht hatte die Besatzung eines Tankers im Roten Meer Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 130 Kilometer südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar.
Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur SABA. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar.
Wichtige Seewege
Die Houthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormuz zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormuz im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.
Seit 2023 beeinträchtigten die Houthi mit Angriffen im Roten Meer - seinerzeit im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg - den Welthandel bereits massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab ("Tor der Tränen" oder "Tor der Klagen") vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa.
Mehr entdecken

Französische Atlantikküste
Frankreich: 20.000 Menschen bei Waldbrand evakuiert

Regierungssitzung
Koalition ringt um Einigung auf Wehrdienstreform

Achtung!
Wien: Polizei warnt vor Einbrüchen mit Säure

Tirol
56-Jährige nach Brand in Wohnung tot aufgefunden

Justiz
Sporrer will Laiengerichtsbarkeit "neu denken"

Gewalt
Mexiko: Bürgermeister und Journalist erschossen



