Trump: Israel und Libanon stimmen zehntägiger Waffenruhe zu

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von Agenturen

Ziel ist eine dauerhafte Friedenslösung

Bild: APA/APA/AFP/GETTY/TASOS KATOPODIS


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Israel und der Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe vereinbart. Trump schrieb am Donnerstag auf Truth Social, er habe "exzellente Gespräche" mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu geführt. Um "Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen", hätten beide einer Waffenruhe zugestimmt. Diese solle Donnerstagnachmittag (17.00 Uhr US-Ostküstenzeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen.

Trump lud außerdem Netanyahu und Aoun zu einem Treffen ins Weiße Haus in Washington ein. Dann sollten "die ersten bedeutenden Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit 1983" stattfinden, schrieb der US-Präsident. "Beide Seiten wollen Frieden sehen, und ich denke, das wird schnell passieren."

Trump erwähnte allerdings nicht die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Diese liefert sich seit kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar heftige Kämpfe mit der israelischen Armee. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam begrüßte am Donnerstag die Ankündigung einer Waffenruhe. Die französische Präsidentschaft sprach von einer "exzellenten Nachricht".

Die Angaben Trumps bestätigte unterdessen auch die Hisbollah. Der iranische Botschafter in Beirut habe die Miliz darüber informiert, sagte Hassan Fadlallah. Die mögliche Waffenruhe sei das Ergebnis iranischer diplomatischer Bemühungen. Auf die Frage, ob sich die Hisbollah an die Feuerpause halten werde, erklärt er, alles hänge davon ab, ob Israel sich verpflichte, jegliche Feindseligkeiten einzustellen.

Direkte Gespräche in Washington

Am Dienstag hatten erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten diplomatische Vertreter Israels und des Libanon in Washington direkte Gespräche geführt. Das Treffen endete ohne konkrete Ergebnisse. Israel und der Libanon unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die schiitische Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. Bei israelischen Angriffen wurden nach libanesischen Angaben bisher fast 2.200 Menschen getötet.

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