Trump: Werden Montagfrüh Schiffe in Hormuz-Straße befreien
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von AgenturenDie Lebensmittel werden knapp
Bild: APA/APA/AFP/GETTY/ROBERTO SCHMIDT
Die US-Marine will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ab Montagfrüh in der Straße von Hormuz festsitzende Schiffe aus der Meerenge heraus "geleiten". Um diesen Einsatz hätten "Länder aus aller Welt" gebeten, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Aktion stehe unter dem Titel "Projekt Freiheit". Der Leiter der Sicherheitskommission im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi, warnte indes die USA vor Aktionen in der Straße von Hormuz.
"Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden", damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten, betonte Trump. Es handle sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. Wie genau die USA dabei vorgehen wollen, führte er in seinem Post nicht aus.
Auf vielen der Schiffe würden Lebensmittel knapp. "Ich denke, es wäre ein großer Schritt, um den guten Willen all derer zu zeigen, die in den vergangenen Monaten so erbittert gekämpft haben. Sollte dieser humanitäre Prozess in irgendeiner Weise gestört werden, muss dieser Störung leider mit Härte begegnet werden", erklärte Trump weiter.
Iran warnt USA
Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb Azizi daraufhin auf der Plattform X. Die Straße von Hormuz und der Persische Golf würden nicht durch "Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert".
In den Verhandlungen mit Teheran drängen die USA seit längerem auf eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Straße von Hormuz - bisher allerdings ohne Erfolg: Die Schifffahrt in der für den weltweiten Ölhandel zentralen Meerenge ist weiterhin stark eingeschränkt. Zugleich haben die USA eine Seeblockade gegen den Iran verhängt.
Erneut Angriffe auf Schiffe
In der Straße von Hormuz wurde unterdessen erneut Schiffe angegriffen. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte auf der Plattform X am Sonntag mit, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hieß es.
Zudem wurde laut Angaben der Behörde ein Tanker von "unbekannten Projektilen" getroffen. Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend in der strategisch bedeutenden Meerenge, rund 145 Kilometer nördlich von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am späten Abend, ein Schiff sei auf Anordnung der iranischen Marine gestoppt worden, um Dokumente zu prüfen. Diese Maßnahme sei im Rahmen der Überwachungsverfahren erfolgt. Von einem Angriff war nicht die Rede.
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