Trump zu Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten
Veröffentlicht:
von AgenturenTrump wies Papst-Kritik neuerlich zurück
Bild: APA/APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI
Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. "Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?", schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei "absolut inakzeptabel", dass der Iran über eine Atombombe verfüge.
Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen, unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe.
Ende Dezember hatten Proteste begonnen, die zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor.
Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie "wirklich inakzeptabel". Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf.
Mehr entdecken

Exklusive Reportage
"Kinderfänger 2.0: Im Visier sadistischer Netzwerke" im "Pro und Contra Spezial"

Großbritannien
König Charles stellt klar: Harry und Meghan sind nur noch Privatleute

Leistung
PISA-Ergebnisse: Minus bei Lesen und Mathe, Plus bei Nawi

ORF-Sommergespräch
Kickl will "Remigration" per Verfassungsgesetz und lobt AfD

Nach Landtagswahlen
Deutschland: Tausende protestieren gegen die AfD

Terrorverdacht
Österreichischer IS-Anhänger bei Polizeieinsatz in der Türkei getötet
