Überstunden für Rapid nach Schuhwurf-Eklat

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von Agenturen

Nächster Rückschlag für Rapid

Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU


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Das Saisonende von Rapid hat sich unfreiwillig nach hinten verschoben. Auch wegen einer Dummheit von Yusuf Demir platzte der Traum vom fixen Europacup-Startplatz in der Fußball-Bundesliga beim 0:2 auswärts gegen den neuen Vizemeister Sturm. Der 22-Jährige hatte in Minute 22 seinen kaputten Schuh in Richtung des 4. Offiziellen geworfen und sein Team mit dem folgenden Platzverweis entscheidend geschwächt. Nun muss Rapid im Europacup-Play-off gegen Ried oder den WAC bestehen.

Erst nach dem Hinspiel am Freitag (19.30 Uhr) und dem Rückspiel am kommenden Montag (17.00) in Wien steht fest, ob sich Grün-Weiß in der kommenden Saison in der 2. Qualifikationsrunde zur Conference League versuchen darf. "Es ist, wie es ist. Wir haben den fünften Platz verdient und dadurch noch zwei Spiele, in denen wir das absolute Maximum zeigen müssen", sagte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup zur APA.

Hoff Thorup will weiter verändern

Seiner Mannschaft ging im Saisonfinale die Luft aus, mit drei Niederlagen zum Abschluss der Meistergruppe konnte der Däne nicht zufrieden sein. Auch deshalb müssten in Zukunft viele Dinge verändert werden. "Aber Veränderungen brauchen Zeit. Es ist der richtige Weg, weil sonst werden wir nächste Saison wieder Fünfter und das ist nicht unser Anspruch. Wir haben schon Bereiche identifiziert, wo wir die Standards anheben müssen", erklärte Hoff Thorup. Genauer darauf eingehen wollte der 37-Jährige, der seit Jänner im Amt ist, aber nicht.

Andreas Weimann, dessen Zukunft nach seiner Leihe von Derby County unklar ist, ärgerte sich über die Leistungen der vergangenen Wochen. "Es tut sehr weh, aber wir haben es uns selbst zuzuschreiben. Wenn wir die ganze Saison so gekämpft hätten wie heute, wären wir nicht Fünfter geworden", resümierte der Stürmer am Sonntag. Ob der 34-Jährige, der in 15 Pflichtspielen für Rapid lediglich ein Tor erzielte, weiter in Grün-Weiß auflaufen wird? "Ich weiß noch nicht, was passiert. Vielleicht hängt es auch davon ab, wie die nächsten beiden Spiele ausgehen. Ich bin offen für alles", sagte Weimann und ergänzte: "Ich habe vergessen, wie schön es ist, für Rapid zu spielen."

Demir-Aussetzer sei "inakzeptabel"

Gegen Sturm hielt Rapid in Unterzahl lange die Null. Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Stadien wäre mit einem Sieg sogar der dritte Platz möglich gewesen. "Wir wussten die Resultate und in der Halbzeitpause habe ich sie als Extra-Motivation für die Spieler genutzt", erzählte Hoff Thorup. Viele Torchancen ergaben sich aber auch mit offenem Visier nicht. "Ich kann mich nicht über die Leistung meiner Mannschaft beschweren, sie haben wirklich alles versucht", betonte der Rapid-Coach.

Über den Aussetzer von Demir hatte Hoff Thorup eine klare Meinung, obwohl er die Situation kurz nach Spielende noch nicht in den TV-Bildern gesehen habe. "Wenn es so war, wie es mir erzählt wurde, ist das völlig inakzeptabel." Sein Team benötige Spieler mit mentaler Stärke, die ihre Emotionen in wichtigen Spielen im Griff haben. Mit Blick auf das Play-off - der Gegner wird am Dienstag (18.30 Uhr) im Innviertel ermittelt - hoffte Hoff Thorup auf die Unterstützung der eigenen Fans. "Wenn nicht, müssen wir erneut zeigen, dass wir alles für diesen Verein geben wollen."

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Austria beendete Saison trotz Niederlage positiv

Beim Stadtrivalen aus Favoriten blieb die Stimmung trotz der abschließenden 0:3-Heimklatsche gegen Meister LASK durchwegs positiv. Nach Schlusspfiff wurden die Spieler von den violetten Anhängern unter Applaus in die Sommerpause verabschiedet. "Wir haben alles in allem eine sehr ordentliche Saison gespielt. Diese auf dem vierten Platz zu beenden, kann durchaus als Erfolg verbucht werden", resümierte Trainer Stephan Helm.

Damit qualifizierten sich die Veilchen erneut direkt für den Europacup und ersparen sich im Gegensatz zu Rapid den Umweg des Play-offs. Der Anspruch eines Austrianers müsse laut Helm dennoch ein anderer sein: "Wir haben uns als Mannschaft wieder ein Stück weiter entwickelt. Das Ziel muss es sein, den Abstand zu den Topteams wieder zu verkürzen."

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