US-Außenminister: Trump lädt Indiens Regierungschef ein

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von Agenturen

US-Außenminister Rubio in Indien

Bild: APA/APA/AFP/DIBYANGSHU SARKAR


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US-Außenminister Marco Rubio hat bei seinem ersten offiziellen Besuch in Indien die Bedeutsamkeit der bilateralen Beziehungen für die USA betont. Er habe Indiens Premier Narendra Modi in Neu-Delhi getroffen, "um zu unterstreichen, wie wichtig die Beziehungen zwischen den USA und Indien sind", schrieb Rubio am Samstag auf der Plattform X. Im Namen von US-Präsident Donald Trump habe er Modi zu einem Besuch im Weißen Haus eingeladen. Ob Modi zugesagt hat, war zunächst unklar.

Beide Seiten berieten sich laut Rubio neben der Situation im Nahen Osten auch über die Zusammenarbeit im Bereich Energie, bei der Sicherung wichtiger Lieferketten und neuer Technologien.

"Wichtiger strategischer Partner"

Für die USA ist das bevölkerungsreichste Land der Erde ein wichtiger strategischer Partner. Das Verhältnis war jedoch stark belastet, nachdem die USA während der zweiten Amtszeit Trumps Strafzölle gegen Indien verhängt hatte. Im Februar strich Trump die Strafzölle dann wieder, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte. Trump begründete die Maßnahme damit, Indien habe Schritte unternommen, um den Import von russischem Öl einzustellen.

Am Sonntag wird Rubio laut Berichten indischer Medien seinen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar zu politischen Gesprächen treffen. Auch will er während seines mehrtägigen Besuchs noch die Städte Aga und Jaipur besuchen. Rubio nimmt zudem am kommenden Dienstag in Neu-Delhi an einem Außenministertreffen des Quad-Sicherheitsdialogs teil. Ein Anliegen der Gruppe, die die USA, Indien, Australien und Japan umfasst, ist es, angesichts des Machtanspruchs Chinas einen freien und offenen Indopazifik zu gewähren.

Besuch bei Orden von "Mutter Teresa"

Nach seiner Landung in Kalkutta besuchte Rubio die Zentrale des von der Friedensnobelpreisträgerin und katholischen Heiligen Mutter Teresa gegründeten christlichen Ordens der "Missionarinnen der Nächstenliebe".

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Strafzölle auf indische Waren

Der Ausbau der bilateralen Beziehungen geriet ins Stocken, nachdem US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr hohe Strafzölle auf indische Waren verhängt hatte. Zwar wurden diese nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA im Februar vorübergehend gesenkt, ein umfassendes Handelsabkommen steht jedoch weiterhin aus. Zudem sorgt die Rolle Pakistans als wichtiger Vermittler im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran für Verstimmung in Indien. Auch die Bemühungen der Regierung in Washington, Indien von russischen Öllieferungen abzubringen, blieben angesichts der globalen Energiekrise weitgehend erfolglos.

Experten dämpfen die Erwartungen an eine rasche Wende. Ein von Indien gewünschter Besuch Trumps im Rahmen eines Gipfels der sogenannten Quad-Gruppe - zu der neben den USA und Indien auch Japan und Australien gehören - kam bisher nicht zustande. Dass Rubio auf seiner ersten Indienreise lediglich mit den Außenministern der Allianz zusammentrifft, werten Beobachter als Dämpfer für die strategische Partnerschaft.

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