USA greifen Raketenstellungen im Iran und Minen-Schiffe an

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von Agenturen

US-Zentralkommando CENTCOM spricht von "Selbstverteidigungsmaßnahmen"

Bild: APA/APA/AFP/NAVCENT PUBLIC AFFAIRS


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Die USA haben nach eigenen Angaben Raketenstellungen im Iran angegriffen. Außerdem seien iranische Schiffe attackiert worden, die Minen legen wollten, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando CENTCOM. Dieses betonte zugleich, dass sich die US-Streitkräfte angesichts der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg derzeit "zurückhalten". Bei den Angriffen im Südiran habe es sich um "Selbstverteidigungsmaßnahmen" gehandelt, erklärte CENTCOM-Sprecher Tim Hawkins.

Mit ihnen hätten US-Soldaten "vor Bedrohungen durch die iranischen Truppen geschützt" werden sollen. Zu den Zielen der Angriffe zählten den Angaben zufolge "Raketenabschussrampen sowie iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen".

Eigentlich gilt im Iran-Krieg derzeit eine Waffenruhe, es laufen Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende der Kämpfe. Nach optimistischen Aussagen hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Hoffnung auf eine rasche Vereinbarung mit dem Iran aber wieder gedämpft: In seinem Onlinedienst Truth Social schloss er eine "übereilte" Übereinkunft aus.

Trump kündigt Zerstörung von iranischem Uran an

Trump kündigte unterdessen an, dass angereichertes iranisches Uran zerstört werden soll. Dies solle in den Vereinigten Staaten oder einem anderen Ort zerstört geschehen. Entweder es werde "sofort" an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump. Dabei verwies er auf die "Atomenergie-Kommission". Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA mit Sitz in Wien meint.

Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte - also ob es bisher nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt, oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil des Deals sein könnte. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen "weitgehend" ausgehandelt worden sei.

Israel und die USA waren am 28. Februar gemeinsam gegen den Iran in den Krieg gezogen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu teilte am Sonntag mit, bei einem Telefongespräch mit Trump am Vorabend seien sich beide einig gewesen, "dass jedes endgültige Abkommen mit dem Iran die nukleare Gefahr beseitigen muss". Dies bedeute, dass die iranischen Anlagen zur Urananreicherung abgebaut und die Bestände an hochangereichertem Uran aus dem Land entfernt werden müssten.

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