Verdächtige nach "Sieg-Heil"-Rufen in Tirol ausgeforscht

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von Agenturen

Zu den Vorfällen kam es rund um das Gauder Fest

Bild: APA/APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHANN GRODER


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Nach dem Verdacht von neonazistischen bzw. rassistischen Vorfällen rund um das Gauder Fest im Tiroler Zillertal hat die Polizei zwei Verdächtige ausgeforscht. Nach einem weiteren Mann wurde weiter gefahndet, wie die Exekutive am Donnerstag mitteilte. Dieser dürfte sich bisherigen Erkenntnissen zufolge im Raum Ötztal aufhalten.

Tags zuvor hatte die Polizei Lichtbilder von Verdächtigen veröffentlicht, die sich am 1. Mai bei der Anreise in der Zillertalbahn befunden haben sollen. Dabei sollen sie wiederholt den Hitlergruß ausgeführt sowie lautstark die Parole "Sieg! Sieg! Sieg! Heil! Heil! Heil!" skandiert haben. Die Staatsanwaltschaft hatte die Veröffentlichung zur Ausforschung angeordnet.

Zuvor hatte auf Social Media bereits ein Video die Runde gemacht. Das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ersuchte um Hinweise.

Mehrere Vorfälle rund um Gauder Fest kolportiert

Anonyme, aus Tirol stammende Festgäste hatten sich zuletzt beim "Standard" gemeldet und von mutmaßlichen Vorfällen berichtet. Drei offenbar betrunkene junge Männer hätten sich im Zug mit einer weiteren Gruppe zusammengetan. Zudem war von rassistischen und antisemitischen Aussagen am Weg zum Fest die Rede und von Personen, die sich auf der Toilette am Festgelände "rassistisch ausgelassen" hätten. Und am Rande des Gauder Festes, in einer Hotelbar in Zell am Ziller, hätte eine Gruppe junger Männer offen "SS" und "HH" sowie ein Hakenkreuz auf einen Tisch gemalt.

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