Vernachlässigtes Mädchen in Tirol war wohl nicht in Schule

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von Agenturen

Eltern des vernachlässigten Mädchens sind in Justizanstalt Innsbruck

Bild: APA/APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHANN GRODER


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Das siebenjährige Mädchen, das Ende April stark untergewichtig in die Innsbrucker Klinik eingeliefert wurde, soll offenbar keine Schule besucht haben. Wie die "Tiroler Tageszeitung" am Samstag unter Berufung auf das Land berichtete, war auch die Kinder-und Jugendhilfe mehrfach mit der Familie in Kontakt. Das Mädchen wurde Ende April von den Eltern in lebensbedrohlichem Zustand in die Klinik gebracht. Die Eltern befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Eltern hätten nach Angaben der Tiroler Bildungsdirektion Heimunterricht beantragt, hieß es in der "TT". Nachdem ein verpflichtendes Gespräch mit der zuständigen Schule nicht stattgefunden habe, habe die Bildungsdirektion angeordnet, dass das Kind wieder die Schule besuchen müsse, allerdings sei die Erstklässlerin nie zum Unterricht erschienen. Ob das Konsequenzen hatte, wurde mit Hinweis auf den Datenschutz nicht bekanntgegeben.

Eltern in Justizanstalt

Die Kinder- und Jugendhilfe soll bereits vor zwei Jahren auf eine mögliche Vernachlässigung des Mädchens aufmerksam gemacht worden sein. Weitere Auskünfte dazu könne das Land, ebenfalls aufgrund von Datenschutz und Verschwiegenheitspflicht, nicht geben, hieß es in dem Bericht.

Den 35 und 40 Jahre alten Eltern wird vorgeworfen, ihre Fürsorgepflicht über einen längeren Zeitraum gröblich vernachlässigt und es unterlassen zu haben, rechtzeitig die medizinische Versorgung der Siebenjährigen zu gewährleisten. Das Mädchen leidet an einer seltenen Hautkrankheit. Die Eltern meldeten sich diese Woche selbst bei der Polizei, nachdem sie zuvor "nicht greifbar" gewesen seien. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

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