Viele Flugprobleme: Schlichtungsstelle bearbeite 6.600 Fälle

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Bild: APA/APA/dpa/Daniel Reinhardt


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Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) hat im Jahr 2025 insgesamt 6.663 Schlichtungsanträge verzeichnet. Der Großteil entfiel weiterhin auf den Flugverkehr mit 5.273 Fällen, gefolgt von der Bahn mit 1.244 Anträgen. Im Busbereich kam es hingegen zu einem deutlichen Anstieg auf 131 Fälle. Insgesamt konnten 5.130 Verfahren abgeschlossen werden, lediglich in sechs Prozent der Fälle kam es zu keiner Einigung, sagte Leiterin Maria-Theresia Röhsler am Montag der APA.

Die apf erreichte für Reisende 2025 Entschädigungen, Erstattungen und Strafnachlässe in Höhe von rund 1,99 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 1,91 Millionen Euro auf den Flugbereich, rund 80.772 Euro auf die Bahn. Im Schnitt erhielten Betroffene rund 400 Euro pro abgeschlossenem Verfahren, im Flugbereich etwa 471 Euro, im Bahnsektor rund 136 Euro.

Im Flugbereich wurden 4.032 Verfahren abgeschlossen. Hauptursachen waren Verspätungen (46 Prozent) und Annullierungen (36 Prozent), gefolgt von Gepäckproblemen (sieben Prozent). Austrian Airlines war mit 33 Prozent der Verfahren naheliegend die häufigste Gegenpartei, vor Ryanair (18 Prozent) und Wizz Air (13 Prozent). Da Wizz Air den Flughafen Schwechat nicht mehr anfliegt, rechnete Röhsler für 2026 mit einem entsprechenden Rückgang.

1.009 Verfahren im Bahnsektor

Im Bahnsektor brachte die apf 2025 insgesamt 1.009 Verfahren zum Abschluss. Rund 79 Prozent der Fälle betrafen die ÖBB Personenverkehr, gefolgt von innerstädtischen Verkehrsbetrieben mit neun Prozent sowie weiteren Anbietern wie One Mobility (Klimaticket) und Westbahn. Inhaltlich standen im Bahnverkehr vor allem Erstattungen bei Online-Tickets, Strafzahlungen im Nah- und Regionalverkehr, Leistungseinschränkungen sowie Fristverletzungen bei der Beschwerdebearbeitung im Fokus. In sieben Prozent der Fälle konnte keine Einigung erzielt werden.

Im Busbereich ist der starke Anstieg der Verfahren von 67 im Jahr 2024 auf 131 (2025) vor allem auf die erweiterte Zuständigkeit der apf im innerstädtischen Verkehr zurückzuführen. 2025 wurden 87 Verfahren abgeschlossen.

Für 2026 rechnet die apf mit einem Rekordjahr, eine Prognose für den Sommer wollte Röhsler aber nicht abgeben. Durch die Weltlage bedingte Extrem-Situationen, wie etwa fehlendes Kerosin, um einen Flug durchzuführen, "gab es noch nie", sagte die Geschäftsführerin.

Zentrale Servicestelle

Die apf ist als zentrale Servicestelle für Fahr- und Fluggastrechte in Österreich bei der Schienen-Control angesiedelt und unterstützt Reisende kostenlos bei der außergerichtlichen Durchsetzung ihrer Ansprüche. Dazu zählen Ausgleichszahlungen bei Verspätungen und Annullierungen ebenso wie Rückerstattungen, Kosten für alternative Beförderung, Verpflegung oder notwendige Hotelübernachtungen. Schlichtungsanträge können online unter www.passagier.at eingebracht werden.

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