Vondrousova verweigert wegen Angststörung Dopingtest
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von AgenturenVondrousova wehrt sich
Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/CLIVE BRUNSKILL
Die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova hat einen versäumten Dopingtest mit einer Angststörung begründet. Der Vorfall im vergangenen Dezember habe sich ereignet, "weil ich nach Monaten körperlicher und seelischer Belastung an meine Grenzen gestoßen bin", schrieb die 26-jährige Tennisspielerin auf Instagram. Die Tschechin, der eine Sperre droht, gibt an, dass ein Doping-Kontrolleur am späten Abend an ihrer Tür geläutet habe, ohne sich ordnungsgemäß auszuweisen.
"Ich habe so reagiert, wie es jemand tut, der in diesem Moment Angst hatte. Es ging darum, mich sicher zu fühlen, und nicht darum, irgendetwas zu vermeiden", erklärte Vondrousova, die 2023 das Majorturnier in Wimbledon gewonnen hatte. Offenkundig ließ sie den Dopingfahnder nicht in ihre Wohnung, weshalb sie im Falle eines Schuldspruchs im eingeleiteten Verfahren eine längere Sperre befürchten muss. "Ich arbeite immer noch daran, meinen Namen reinzuwaschen, aber gleichzeitig muss ich auch auf mich selbst achten", so Vondrousova. Die zuständige Tennis-Integritätsagentur (ITIA) bestätigte laut der BBC, dass Anklage wegen Verweigerung eines Dopingtests erhoben wurde. Weitere Angaben zu Einzelheiten könne man nicht machen.
Tschechin spricht über mentale Probleme
Vondrousova hat seit Jänner kein Turnier bestritten, als Grund führte die aktuelle Nummer 46 der Welt damals eine Schulterverletzung an. Bei dem Vorfall am Jahresende habe Angst ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt. Experten hätten bei ihr eine Angststörung und eine akute Stressreaktion festgestellt. "Es ist sehr hart für mich, darüber zu sprechen, aber ich will offen mit euch über meine mentale Gesundheit sein", leitete Vondrousova ihre Mitteilung ein. Sie habe "lange mit Verletzungen, ständigem Druck und Schlafproblemen" zu kämpfen gehabt. Dies habe sie zermürbt. "Darüber hinaus haben jahrelange hasserfüllte Nachrichten und Drohungen dazu geführt, dass ich mich in meinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühle."
Erinnerung an Überfall auf Kvitova in eigenen vier Wänden
Sie verwies auch auf die Messerattacke gegen ihre frühere Kollegin Petra Kvitova. Zu Weihnachten 2016 hatte ein Mann, der sich als Handwerker ausgegeben hatte, Kvitova in deren Wohnung angegriffen und verletzt. "Nach dem, was mit Petra passiert ist, nehmen wir Fremde an unserer Tür nicht mehr auf die leichte Schulter", schrieb Vondrousova.
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