Vorarlberger Landestheaterintendantin bleibt freigestellt
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von AgenturenKonflikt am Vorarlberger Landestheater
Bild: APA/ANGELIKA GRABHER-HOLLENSTEIN
Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH (KuGes) hat am Donnerstagabend bei einer Sitzung die Freistellung von Landestheaterintendantin Stephanie Gräve bestätigt. Für weitere Entscheidungen warte man den Ausgang des Ermittlungsverfahrens ab, hieß es in einer Aussendung. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch teilte gegenüber der APA mit, ein Ermittlungsbericht der Polizei sei eingegangen, der Fall werde nun geprüft.
In der Sitzung am Donnerstag hätten sich die Aufsichtsratsmitglieder ein umfassendes Bild der Situation machen können, hieß es in der Aussendung. Wagner habe die Fragen des Gremiums ausführlich beantwortet, man spreche ihr weiterhin das Vertrauen aus. "Die vom Dienst freigestellte Intendantin Stephanie Gräve kam unserer Einladung zur Darstellung ihrer Perspektive leider nicht nach", so Aufsichtsratsvorsitzende Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP). Laut der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Claudia Voit steht nun die Sicherstellung des Spielbetriebs im Zentrum der Arbeit. Der Vertrag von Gräve, die das Vorarlberger Landestheater seit 2018 leitet, läuft noch bis 31. Juli 2028.
Hintergrund ist ein seit März schwelender Konflikt zwischen Gräve und der KuGes bzw. dem Land Vorarlberg um die Nicht-Verlängerung des Vertrags der Intendantin. Dieser eskalierte am Dienstag: Gräve wurde per sofort von ihren Aufgaben entbunden, nachdem sie am 10. Mai Anzeige wegen Urkundenfälschung gegen KuGes-Geschäftsführerin Monika Wagner erstattet hatte. Wagner soll bei einer Vertragserstellung unerlaubterweise die digitale Unterschrift von Gräve verwendet haben, so der Vorwurf. Die KuGes sah dadurch die "notwendige Vertrauensbasis für eine weitere professionelle Zusammenarbeit" als nicht mehr gegeben.
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