WM-Vorfreude bei "best friends" Wanner und Chukwuemeka
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von AgenturenChukwuemeka und Wanner sind gute Freunde
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Zwischen Paul Wanner und Carney Chukwuemeka besteht eine spezielle Verbindung. Beide stießen nach einem Verbandswechsel erst im vergangenen März zum österreichischen Fußball-Nationalteam und entwickelten auch dadurch eine tiefe Freundschaft. Fast täglich steht das Duo in Kontakt, Wanner gibt Chukwuemeka sogar gelegentlich Deutsch-Unterricht, wie Letzterer am Samstag am ÖFB-Campus in Wien verriet. "Aber ich habe nur böse Wörter von ihm gelernt", schmunzelte der BVB-Profi.
Seriöseren Unterricht gab es in Dortmund, wo für Chukwuemeka gemeinsam mit Jobe Bellingham zwei Deutschstunden pro Woche auf dem Programm standen. Vorerst parliert er auch im Kreis seiner ÖFB-Kollegen auf Englisch, doch ein deutscher Satz kam Chukwuemeka schon über die Lippen, als er auf Wanner angesprochen wurde: "Das ist mein Bruder", erklärte der gebürtige Wiener.
Chukwuemeka arbeitet daran, sein Deutsch-Repertoire zu erweitern. "Es wird besser, aber es ist keine einfache Sprache", gestand der 22-Jährige. Bei seiner erfolgreichen Integration in die ÖFB-Auswahl stellten mangelnde Sprachkenntnisse kein Hindernis dar. "Ich wurde super aufgenommen, hier ist es wie in einer Familie."
"Mehr Chemie" im ÖFB-Team als bei Dortmund
Der Zusammenhalt mache sich auch auf dem Platz bemerkbar. "Man sieht, dass die Mannschaft seit Jahren zusammenspielt", meinte Chukwuemeka. Im Vergleich zu Dortmund gebe es im Nationalteam "mehr Chemie" - unter anderem deshalb, weil beim BVB die Personalfluktuation höher sei, meinte der frühere englische Nachwuchs-Teamspieler.
In Dortmund verlief die Saison für Chukwuemeka auch aufgrund von Verletzungen nicht nach Wunsch. "Ich habe das Gefühl, dass ich mehr bringen kann." In der kommenden Spielzeit werde er angreifen, versprach der zweifache ÖFB-Internationale. Derzeit steht aber die WM-Vorbereitung mit dem Nationalteam im Mittelpunkt. "Jeder pusht den anderen bis zum Maximum", erzählte Chukwuemeka von den ersten Trainingseinheiten. Für ihn sei die WM "ein Traum, der wahr wird, die größte Bühne im Weltfußball".
So wie Chukwuemeka hat sich auch Wanner für die Endrunde in Nordamerika viel vorgenommen. "Wir fahren nicht hin, um nur dabei zu sein. Wir wollen so weit wie möglich kommen, auf jeden Fall in die K.o.-Runde", erklärte der 20-Jährige. Die Hoffnung auf WM-Einsätze ist groß. "Jeder hat den Anspruch, zu spielen. Das sorgt für Konkurrenzkampf, was jeden von uns weiterbringt", sagte der Zentrumsspieler.
Wanner: WM-Duell mit Deutschland "wäre cool"
Aufgrund seines Bezugs zu Deutschland - der Vater ist ein gebürtiger Deutscher, Wanner spielte im Nachwuchs für den DFB - würde sich der Niederlande-Legionär besonders über ein WM-K.o.-Phasen-Duell mit dem großen Nachbarn freuen. "Das wäre cool. Von meiner Familie helfen auf jeden Fall alle zu Österreich."
Mit PSV Eindhoven wurde Wanner frühzeitig Meister, und das als unumstrittener Stammspieler. "Dieses Jahr war sehr wichtig für mich. Es war ein guter Schritt, mich weiterzuentwickeln, auch als Person." Wie lange er noch in Eindhoven zu sehen sein wird, ist offen. "Ich habe keinen Karriereplan. Der Fußball ist so schnelllebig, da kann von heute auf morgen ganz was anderes passieren." Die WM könne zwar ein Sprungbrett sein, "aber daran denke ich nicht".
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