Zusätzliches Angebot
Diese drei Impfungen können künftig in der Apotheke vorgenommen werden
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von Quelle: APA, JOYN NewsZEIT IM BILD 1
Apotheken wollen künftig impfen
Videoclip • 01:57 Min
Apotheken können künftig Impfungen vornehmen. Das hat der Ministerrat am Mittwoch beschlossen. Betroffen sind Immunisierungen gegen FSME, Keuchhusten-Tetanus-Diphtherie und Hepatitis B. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) betonte im Pressefoyer nach der Regierungssitzung, es gehe ausdrücklich nicht darum, Ärzte zu ersetzen, sondern darum, ein zusätzliches Angebot zu schaffen.
Wie die Ressortchefin ausführte, habe man sich auf Impfungen konzentriert, die man bereits in Apotheken erwerben könne. Danach noch einen Gang zum Arzt antreten zu müssen, sei eine der Hürden gewesen, die manche vom Wahrnehmen der Impfungen abgehalten hätten. In den Apotheken geimpft werden können Personen ab 14 Jahren. Einige Gruppen wie Schwangere, akut Erkrankte und Risiko-Patienten sind ausgenommen.
Bereits heute wird die Begutachtung des entsprechenden Gesetzesvorhabens gestartet. Wenn es nach Schumann geht, sollen die ersten Impfungen bereits zu Beginn der kommenden Zeckensaison im Frühjahr 2027 in Apotheken durchgeführt werden. Um diese vornehmen zu können, brauchen Mitarbeiter der Apotheken eine entsprechende Ausbildung mit abschließender Prüfung. Organisiert wird das von der Apothekerkammer, kein Pharmazeut muss die Immunisierungen anbieten. Die Impfung selbst muss in einem abgetrennten Raum vorgenommen werden.
In vielen europäischen Ländern gibt es die Apotheken-Impfungen schon
Bedenken gegen das Impfen durch Apotheker gibt es seit jeher von der Ärztekammer. Die kann Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) nicht nachvollziehen. Diesbezüglich gebe es schon diverse Best-Practice-Modelle. Laut Schumann wird in 19 europäischen Ländern schon in Apotheken geimpft. Dies auch in Österreich zu ermöglichen, sei ein sinnvoller Beitrag zur Impfversorgung.
Das kommende Jahr ist für die Ministerin ein "Probejahr": "Wir wollen das Impfen in Apotheken einmal ins Vertrauen bringen." Später kann sie sich eine Ausweitung der Immunisierungen vorstellen. Schellhorn meinte, man arbeite daran, dass das Impfen in Apotheken "weiter gedacht" werde. Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) sieht in der erweiterten Impfmöglichkeit einen "Mehrwert" für die Bürger. In einem nächsten Schritt würden die Aufzeichnungspflichten für das in Apotheken verwendete Ethanol reduziert, ein Schritt zur Entbürokratisierung.
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