Nummer im Überblick
Hitzetelefon: Heiße Wohnungen und Gesundheitsrisiko als größte Sorgen
Veröffentlicht:
von Quelle: APA, JOYN NewsWien heute
Hitzetelefon bietet Rat zu Gesundheit und Hitze
Videoclip • 02:30 Min
Das Hitzetelefon des Gesundheitsministeriums hat eine erste Zwischenbilanz bezogen: Seit dem Start am 21. Juni gingen 400 Anrufe ein, die meisten davon während der ersten Hitzewelle Ende Juni. Thematisch ging es besonders oft um die Kühlung von Wohnungen, aber auch um das richtige Verhalten bei hohen Temperaturen, den Schutz besonders gefährdeter Menschen, Veranstaltungen und Arbeit, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Betreiberin Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).
Das Wichtigste in Kürze
Seit dem 21. Juni gingen beim Hitzetelefon 400 Anrufe ein.
Thematisch ging es besonders oft um die Kühlung der Wohnung, aber auch das richtige Verhalten bei Hitze.
Zudem habe die Abgrenzung zwischen allgemeiner Information und medizinischer Beratung viele Anruferinnen und Anrufer beschäftigt. Einen deutlichen Zusammenhang sah man zwischen Außentemperaturen und Informationsbedarf: Die meisten Anrufe seien eingegangen, als die Temperaturen besonders hoch und Schulen noch geöffnet waren und die Urlaubssaison noch nicht begonnen hatte.
Rund 32 Anrufe pro Tag
An den fünf stärksten Tagen zwischen dem 22. und 27. Juni wurden insgesamt 187 Anrufe gezählt - im Schnitt knapp 32 pro Tag. Den Tageshöchstwert verzeichnete das Hitzetelefon am 26. Juni mit 40. Die Gespräche dauerten im Durchschnitt rund dreieinhalb Minuten.
"Die ersten Wochen zeigen deutlich, dass viele Menschen den Umgang mit Hitze ernst nehmen und sich rechtzeitig informieren möchten. Besonders häufig geht es um die Frage, wie sich Wohnräume möglichst kühl halten lassen, woran man gesundheitliche Warnzeichen erkennt und wie ältere Angehörige oder andere gefährdete Personen gut durch heiße Tage kommen", wurde Andrea Schmidt, Leiterin der Abteilung Klimaresilienz und One Health am Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit der GÖG, zitiert.
Auch Online-Angebote viel genutzt
Das Informationsangebot auf dem öffentlichen Gesundheitsportal "gesundheit.gv.at" sei während der Hitzewelle ebenfalls intensiv genutzt worden. Die Hitzeseiten wurden in diesem Jahr bereits 10.400 Mal aufgerufen. Besonders gefragt waren Informationen zu Hitzschlag, gefolgt von den Beiträgen zum richtigen Umgang mit Hitze sowie Hitzewarnungen und Hitzeschutzpläne.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) betonte in der Aussendung: "Hitze ist längst zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Sommermonate geworden. Das Hitzetelefon bietet rasch, kostenlos und unkompliziert Orientierung und unterstützt die Menschen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und sich wirksam zu schützen."
Das Hitzetelefon erreichen Sie unter 0800-880-800 mit kostenloser Beratung rund um das Thema Hitze.
Mehr entdecken

Großeinsatz
Unwetter in Salzburg: Bäche traten über die Ufer, Häuser evakuiert

Kuriose Verbote
Ausgangssperren, Geldstrafen und Co.: Was im Italien-Urlaub verboten ist

Niederösterreich
Munitionsteile lösten Großbrand im Föhrenwald aus

Sommertour
"Kinderbetreuung ist keine unbezahlte Arbeit": Stocker erntet Kritik in Salzburg

Langenzersdorf
NÖ: 18-Jähriger gesteht Tötung eines 29-Jährigen

Überprüfung
US-Visum: Trump-Regierung plant schärfere Social-Media-Kontrollen für Anträge



