"Keine sexuelle Belästigung"
ORF beendet Dienstverhältnis mit Ex-Generaldirektor Roland Weißmann
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von Quelle: APA, JOYN NewsZIB 13:00
ORF trennt sich von Weißmann
Videoclip • 01:36 Min
Der ORF hat nun endgültig das Dienstverhältnis mit seinem einstigen Generaldirektor Roland Weißmann beendet.
Das Wichtigste in Kürze
Der ORF hat das Dienstverhältnis mit dem ehemaligen Generaldirektor Roland Weißmann endgültig beendet.
Eine interne Untersuchung habe aber ergeben, dass in dem konkreten Fall keine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn vorgelegen habe.
Dieser war am 8. März von seinem Posten zurückgetreten, nachdem eine Mitarbeiterin Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte.
Die von Weißmanns interimistischer Nachfolgerin Ingrid Thurnher angestoßene Untersuchung habe nun zwar ergeben, dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorgelegen habe.
Es gelte jedoch, jeden Anschein eines unangemessenen Verhaltens durch eine Führungskraft zu vermeiden, machte der ORF in einer Aussendung deutlich. Daher werde das Angestelltendienstverhältnis mit Roland Weißmann aufgelöst - unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und kollektivvertraglichen Kündigungsfrist.
Weißmann war nach seinem Rücktritt als Generaldirektor wieder in sein altes Dienstverhältnis als ORF-Angestellter eingetreten.
ORF verlangt jedoch "nicht bloß die Einhaltung zwingenden Rechts"
"Sexuelle Belästigung ist im österreichischen Recht klar definiert. Auf Basis der Befragungen und der Unterlagen hat die Compliance-Stelle festgestellt, dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorliegt", heißt es seitens des Senders. "Der ORF verlangt von seinen Führungskräften allerdings nicht bloß die Einhaltung zwingenden Rechts, sondern ein sehr hohes Maß an Integrität und Unterlassung jeglichen Verhaltens, das geeignet ist, dem Unternehmen zu schaden."
Sowohl Weißmann als auch die betroffene Mitarbeiterin hätten sich der Befragung durch die Compliance-Stelle freiwillig gestellt, beide Seiten hätten Unterlagen vorgelegt, um ihren jeweiligen Standpunkt zu untermauern. Aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte werde der ORF keine weiteren Details der Untersuchung veröffentlichen und ersucht, "Spekulationen zu den Abläufen und den beteiligten Personen zu unterlassen".
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