VKI und Stiftung Warentest
Sonnencremes für Kinder bieten meist guten Schutz
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von Quelle: APA, JOYN NewsKAUFBEUREN - DEUTSCHLAND: ILLUSTRATION - 04.08.2015, Bayern, Kaufbeuren: Gut gecremt heißt gut geschützt - nicht nur vor Sonnenbrand, sondern langfristig auch vor Hautkrebs...Die Haut freut sich über richtigen Sonnenschutz. (zu dpa: «Erstes Hitzewochenende vor der Tür - Sonne überall») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++.
Bild: APA/APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und die deutsche Stiftung Warentest haben zum Sommerstart 22 aktuell erhältliche Sonnencremen für Kinder mit Lichtschutzfaktor 50 bzw. 50+ untersucht. In fünf Fällen ergab die Laboruntersuchung einen niedrigeren UV-Faktor als vom Hersteller ausgelobt. Aber immerhin 13 Produkte erhielten die Bewertung "gut" und seien hinsichtlich des UV-Schutzes "empfehlenswert". Umweltkritische Stoffe sind allerdings immer noch ein Problem.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) haben 22 Sonnencremes für Kinder getestet.
13 Produkte erhielten die Bewertung "gut".
Umweltkritische Stoffe waren jedoch in fast allen getesteten Produkten.
Unter den fünf Erzeugnissen, die den versprochenen UV-Schutz nicht einhielten, waren sowohl günstige als auch ein sehr hochpreisiges Produkt. Unter den 13 Cremen mit "guter" Bewertung befanden sich Eigenmarken und Markenprodukte - in einer Preisspanne von 2,80 bis 37,27 Euro pro 100 Milliliter.
"Weniger zufriedenstellende" Öko-Bilanz
Anhand der Inhaltsstofflisten wurde überprüft, ob ökologisch problematische Stoffe bzw. UV-Filter enthalten sind. Dazu zählen laut VKI etwa die Substanzen Octocrylen, Oxybenzon oder DHHB. "Bei diesem Prüfpunkt kommt kaum ein Produkt über 'weniger zufriedenstellend' hinaus", lautet das Fazit. "Umweltkritische Stoffe finden sich in fast allen Produkten des Testfeldes."
Nur drei der getesteten Naturkosmetikprodukte kommen ohne kritische Substanzen aus. Zwei davon versagen leider beim UV-Schutz. Das dritte Naturkosmetikerzeugnis punktete zwar sonst in beiden Kategorien, "patzte" aber in der Anwendung: "Die dickflüssige Konsistenz und der mineralische Sonnenschutzfilter sorgen für den unbeliebten 'Weißel-Effekt', bei dem sich ein sichtbarer heller Schleier auf der Haut zeigt", so die Konsumentenschützer.
Gut in allen Punkten ist noch "Wunschvorstellung"
Ein Sonnenschutzmittel, das alle Testkriterien gleichermaßen erfüllt - vom UV-Schutz über Umweltkriterien bis zu guter Anwendbarkeit - "bleibt derzeit Wunschvorstellung", so die Erkenntnis des VKI. "Dennoch ist und bleibt die Verwendung von Sonnencreme ein unglaublich wichtiger Faktor, um die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung und deren Folgen zu schützen", betonte Birgit Schiller, Kosmetik- und Chemie-Expertin des Vereins. "Gerade auf der noch dünnen Kinderhaut kann die Sonne Schäden verursachen, die sich über die gesamte Lebenszeit summieren."
Ein spezielles Kindersonnenschutzmittel sei gar nicht nötig. "Grundsätzlich ist jedes Sonnenschutzmittel mit einem ausgelobten UV-Schutz von zumindest 50 geeignet", so die Expertin.
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