Schadenersatz
Signa: Ex-Aufsichtsräte um Gusenbauer sollen Milliarden zahlen
Aktualisiert:
von JOYN News, Quelle: APABild: APA/HELMUT FOHRINGER
Die ehemaligen Aufsichtsräte und Vorstände der Signa sollen eine Milliardensumme zurückzahlen. Andernfalls wollen drei Insolvenzverwalter Klage einreichen. Allein von der Signa Development werden 750 Millionen Euro gefordert.
Das Wichtigste in Kürze
Insolvenzverwalter fordern von ehemaligen Aufsichtsräten und Vorständen der Signa Schadenersatz in Milliardenhöhe – sonst drohen Klagen.
Allein von der Tochter Signa Development sollen rund 750 Millionen Euro zurückgefordert werden.
Zu den Betroffenen gehören u. a. Altkanzler Alfred Gusenbauer und Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess-Hahn.
Schadenersatz in Milliardenhöhe
Während Signa-Pleitier René Benko weiterhin in U-Haft sitzt und auf eine erste Anklage wartet, arbeiten die Insolvenzverwalter daran, den Schaden der größten Firmenpleite Österreichs zu begrenzen.
So berichtete zuletzt die "Presse", dass die Insolvenzverwalter der Signa Holding sowie der Töchter Signa Prime und Signa Development von ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten Schadenersatz in Milliardenhöhe fordern.
Das Gläubigergremium habe dem Vorgehen zugestimmt.
Schreiben an prominente Ex-Vorstände
Unter den Empfängern der entsprechenden Schreiben sollen sich Altkanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess-Hahn (FPÖ), Automilliardär Robert Peugeot sowie die Ex-Signa-Manager Manuel Pirolt, Timo Herzberg, Michael Möstl, Tobias Sauerbier, Christoph Stadlhuber und Claus Stadler befinden.
In den Schreiben wurde den Betroffenen Vergleichsverhandlungen angeboten – unter Verweis auf drohende jahrelange Gerichtsverfahren mit hohen Kosten, erklärte Christof Stapf, Insolvenzverwalter der Signa Holding, Ende Juni in einer Aussendung.
"Das strukturierte außergerichtliche Verfahren bietet demgegenüber eine zweckmäßige und gläubigerorientierte Vorgehensweise und für die Haftungsbetroffenen beziehungsweise deren Versicherungen die Möglichkeit der effizienten Lösung der Ansprüche", so Stapf.
Eine erste Verhandlungsrunde sei für Oktober 2025 vorgesehen. Einigungen sollen bis Jahresende erzielt werden.
Die von den Insolvenzverwaltern geforderte Summe dürfte das Vermögen der Betroffenen deutlich übersteigen.
Daher werde erwartet, dass die sogenannte D&O-Versicherung – eine spezielle Haftpflicht für Manager und Aufsichtsräte – einen Teil des Schadens übernimmt, so die "Presse".
Ob diese tatsächlich zahlt oder sich wegen möglichen Fehlverhaltens verweigert, bleibt offen.
Mehr René Benko
Signa Development: 750 Mio. Euro gefordert
Wie das "Profil" am Donnerstag berichtete, fordert Insolvenzverwalterin Andrea Fruhstorfer alleine von den Verantwortlichen der Signa Development 751 Millionen Euro zurück.
Die Summe entspreche dem Schaden, der durch fragwürdige Geldflüsse innerhalb des Signa-Konzerns im Pleitejahr 2023 entstanden sei.
Laut Fruhstorfer seien Mittel von Signa Prime und Development an die Holding "ohne wirtschaftlich oder betrieblich nachvollziehbare Rechtfertigung" überwiesen worden.
"Wären diese Mittel nicht gewährt worden, wäre auch der dadurch verursachte Schaden entfallen", zitiert das "Profil".
Bislang sei jedoch noch kein Geld von den Betroffenen zurückgeflossen.
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