ÖAMTC warnt
Geldstrafen bis Haft: Diese Verkehrsstrafen drohen bei Verstößen im Ausland
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von JOYN NewsDÜSSELDORF - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ ARCHIV - 04.10.2025, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Verkehrsteilnehmer stehen auf der Autobahn 4 im Stau. (zu dpa: «Besonders hohe Staugefahr vor Himmelfahrts-Wochenende») Foto: Sascha Thelen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. (ARCHIVBILD VOM 4.10.2025)
Bild: APA/APA/dpa/Sascha Thelen
Kurz vor Beginn der Urlaubssaison warnte der ÖAMTC vor Verkehrsstrafen im Ausland. Wer mit dem Auto oder Motorrad ins Ausland reist, sollte sich vorher genau über die jeweiligen Verkehrsregeln informieren. Der Grund: Verstöße in vielen Ländern werden deutlich härter geahndet als in Österreich.
Es könnten hohe Geldstrafen, Fahrzeugbeschlagnahmungen oder sogar Haftstrafen geben, erklärte ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner in einer Aussendung am Mittwoch.
Alkohol am Steuer ist gefährlich und kann teuer werden
Besonders streng seien viele Länder beim Thema Alkohol am Steuer.
So sehen einige Regelungen aus:
Italien: Das Fahrzeug darf beschlagnahmt werden, wenn Lenker:innen mit mehr als 1,5 Promille untwerwegs sind und zugleich als Eigentümer eingetragen seien.
Spanien: Ab 1,2 Promille droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten. Ab 0,5 Promille wäre eine Strafe von mindestens 500 Euro fällig.
Deutschland: Hier sieht es ähnlich wie in Spanien aus – ab 0,5 Promille wäre eine Strafe von mindestens 500 Euro fällig.
Große Unterschiede gebe es auch bei Geschwindigkeitsübertretungen:
Norwegen: Eine Überschreitung von 20 km/h kostet mindestens 750 Euro. Wer 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit mindestens 1.365 Euro rechnen.
Schweden: Hier kostet eine Überschreitung von 20 km/h mindestens 225 Euro.
Italien: Für eine Überschreitung von 20 km/h werden hier 175 Euro verrechnet. Nachts erhöht sich sogar die Strafe um ein Drittel.
Hunderte Euro für Falschparken
Auch Falschparken sei keineswegs ein Bagatelldelikt, betonte der Mobilitätsclub. In Spanien könnten dafür bis zu 200 Euro anfallen, in Ungarn rund 400 Euro. Besonders häufig würden ÖAMTC-Mitglieder zudem Jahre später mit Nachforderungen aus Kroatien konfrontiert, weil kein Parkticket gelöst worden sei.
Der Club empfiehlt daher: Parktickets zu fotografieren und Zahlungsbelege mindestens fünf Jahre aufzubewahren.
Handy weg am Steuer, Gurtpflicht beachten
Streng geahndet werde auch das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. In Frankreich koste ein Verstoß mindestens 135 Euro, in Italien 250 Euro und in Spanien mindestens 200 Euro.
Auch Verstöße gegen die Gurtpflicht könnten teuer werden. Während in Österreich mindestens 50 Euro fällig würden, seien es in Spanien mindestens 200 Euro und in Griechenland sogar 350 Euro.
Der ÖAMTC warnt außerdem davor, ausländische Strafzettel zu ignorieren. Offene Strafen aus EU-Ländern könnten auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Zudem könnten bei einer Wiedereinreise offene Forderungen erneut eingefordert werden. Wer rasch bezahle, könne in manchen Ländern allerdings von Nachlässen profitieren. In Spanien werde die Strafe bei Zahlung innerhalb von 20 Tagen halbiert, in Italien gebe es bei Begleichung binnen fünf Tagen einen Rabatt von 30 Prozent.
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