ÖAMTC gibt Entwarnung bei intensivem Neuwagengeruch

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++ ARCHIVBILD ++ Bei starker Sonneneinstrahlung war ein Wert erhöht

Bild: APA/APA/dpa/Heiko Rebsch


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Der ÖAMTC sieht keinen Anlass zur Sorge wegen intensiver Gerüche in Neuwagen. Hintergrund sind wiederkehrende Anfragen von Autobesitzerinnen und -besitzern, die befürchten, die Luft im Fahrzeuginneren könnte gesundheitsschädlich sein. Der deutsche Partnerclub ADAC ließ deshalb vier aktuelle Fahrzeugmodelle exemplarisch vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik auf Schadstoffe in der Innenraumluft untersuchen, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

Untersucht wurden VW Golf, Hyundai Kona, Dacia Spring und BYD Seal 6. Getestet wurden unter anderem flüchtige organische Verbindungen, Formaldehyd und aromatische Kohlenwasserstoffe. Laut ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer war die Luft in keinem der Fahrzeuge gesundheitlich bedenklich. Zwar seien die Ausdünstungen von Materialien und Klebstoffen unmittelbar nach der Auslieferung erhöht gewesen, diese würden jedoch rasch zurückgehen. Beim untersuchten VW Golf hätten die Gesamtemissionen innerhalb eines halben Jahres um rund 80 Prozent abgenommen. "Wer konsequent stoßlüftet, kann also entspannt durchatmen", meinte Darnhofer.

Erhöhter Wert bei starker Hitze

Mit Blick auf neue EU-Vorgaben verweist der ÖAMTC darauf, dass ab August 2027 ein verbindlicher Grenzwert für Formaldehyd im Fahrzeuginnenraum gelten wird. Die getesteten Modelle unterschritten diesen Wert bereits jetzt. Bei starker Hitze und simulierter Sonneneinstrahlung lagen die Werte bei VW Golf, Dacia Spring und BYD Seal 6 allerdings noch über dem Vorsorgerichtwert des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) von 0,10 mg/m3. Der ÖAMTC fordert daher von den Herstellern, Empfehlungen zu Innenraumemissionen bereits im Neuwagenzustand konsequent einzuhalten.

Entscheidend für die Schadstoffbelastung sei außerdem das Alter des Fahrzeugs. Autos, die bereits mehrere Monate beim Händler standen, würden deutlich weniger ausdünsten als frisch produzierte Fahrzeuge. Besonders Familien mit Kleinkindern, Allergikerinnen und Allergiker sowie Schwangere sollten daher auf ausreichendes Lüften achten. Der ÖAMTC empfiehlt bei fabrikneuen Fahrzeugen, vor jeder Fahrt alle Türen für einige Minuten zu öffnen und vorerst auf den Umluftbetrieb der Klimaanlage zu verzichten. Zudem sollte das Auto möglichst nicht längere Zeit in der prallen Sonne stehen. Wenn nötig, solle vor dem Einsteigen konsequent durchgelüftet werden, um die Schadstoffexposition zu minimieren.

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