Belästigungsvorwürfe gegen Religionslehrer in Salzburg
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Bild: APA/APA/dpa/Nicolas Armer
In Salzburg sorgt ein Fall von möglicher sexueller Belästigung in einer Volksschule für Aufregung. Ein Religionslehrer soll Medienberichten zufolge Kinder unangemessen berührt haben. Dem Mann wird vorgeworfen, er habe Kinder am Oberschenkel gestreichelt. Zudem sollen Kinder auf seinem Schoß gesessen sein, während das Klassenzimmer für das Ansehen eines Films abgedunkelt war. Der Lehrer wurde mittlerweile suspendiert und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
In der vergangenen Woche habe die Bildungsdirektion die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht, berichteten die "Salzburger Nachrichten". Laut Staatsanwaltschaft werde der Sachverhalt derzeit rechtlich geprüft, weitere Erhebungen würden laufen. Bildungsdirektor Rudolf Mair erklärte gegenüber der Zeitung, dass man nach der Befragung von sieben Kindern durch Beamtinnen in Begleitung von Schulpsychologen ein klares Bild bekommen habe und das ausreiche, um die Staatsanwaltschaft einzuschalten. "Der Verdacht hat sich erhärtet, dass es zu unangemessenem Verhalten gekommen ist", sagte Mair.
Gerüchte über Belästigungen gab es offenbar schon länger
Kinder sollen auch geschildert haben, dass der Lehrer ihnen "Geheimnisse" ins Ohr geflüstert habe. Offenbar hatten sich Familien schon zu Schulbeginn im Herbst wegen unangebrachter Berührungen durch den Religionslehrer an die Schule gewandt, die Beschwerden sollen zunächst aber versandet sein. Die Bildungsdirektion ist offenbar erst durch Medienanfragen auf die Causa aufmerksam geworden und hat dann eine Suspendierung des Lehrers ausgesprochen.
Aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Andrea Brandner (SPÖ) hieß es in dieser Woche, dass sich nach Kenntnis der Stadt bereits zehn Personen in der Sache beim Kinderschutzzentrum gemeldet hätten. Am Freitag gab es einen Krisengipfel unter der Leitung der Stadträtin mit Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Bildungsdirektion.






