Blau-Weiß-Chef gibt sofortigen Wiederaufstieg als Ziel aus

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Peschek sieht trotz Abstieges keine fundamentalen Probleme

Bild: APA/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER/EXPA/REINHARD EISENBAUER


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Geschäftsführer Christoph Peschek hat nach dem Abstieg von Blau-Weiß Linz aus der Fußball-Bundesliga den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. Der Verein sei in den vergangenen drei Jahren gewaltig gewachsen. "Es ist ein sehr schmerzhafter und trauriger Tag", sagte Peschek nach dem 0:3 am Samstag im Showdown gegen den GAK. "Ich bin aber überzeugt, dass die starke Basis, die wir aufgebaut haben, die Grundlage ist, dass wir nächste Saison wieder den Aufstieg schaffen."

Blau-Weiß war 2023 genau mit der Eröffnung des neuen Stadions an der Linzer Donaulände in die höchste Spielklasse aufgestiegen. Dessen 5.595 Plätze waren in den folgenden drei Erstligajahren zumeist sehr gut ausgelastet. "Bei aller Demut und Bescheidenheit: Ich glaube, dass Fußball-Österreich schon den Wert des FC Blau-Weiß Linz in der Bundesliga gesehen hat", meinte Peschek. "Ich bin auch der Meinung, dass er wieder dorthin zurückgehört."

Peschek, einst Geschäftsführer beim SK Rapid, lenkt seit Anfang 2023 die Geschicke des 1997 - als Reaktion auf die Fusion des LASK mit dem FC Linz - gegründeten Vereins, der sich als Nachfolger des früheren SK VÖEST versteht. "Ich habe hier in Linz gelernt: Unbeugsamkeit ist nicht nur ein Wort, sondern es wird tagtäglich mit Leben erfüllt. Mit unseren Fans und allen Unterstützern wollen wir alles daran setzen, wieder aufzusteigen. Das ist ganz klar das Ziel."

Abstieg im Jahr eins nach Scheiblehner

2023 hatten sich die Linzer in der 2. Liga noch im Fernduell mit dem ein Jahr später ins Oberhaus gefolgten GAK durchgesetzt. In der ersten Saison gelang dort als Dritter der Qualigruppe der Klassenerhalt, im Vorjahr war man sogar noch in der Meistergruppe der Top sechs vertreten. Im ersten Jahr nach dem Abgang von Langzeit-Trainer Gerald Scheiblehner, der sich nach vier Jahren zu Grasshoppers Zürich verabschiedet hatte, mittlerweile aber wieder ohne Verein ist, ging es bergab.

Scheiblehner-Nachfolger Mitja Mörec wurde Ende November abgesetzt, interimistisch übernahm Co-Trainer Andreas Gahleitner, ehe im Winter Michael Köllner verpflichtet wurde. Der auslaufende Vertrag des Bayern hätte sich nur bei einem Klassenverbleib automatisch verlängert. Peschek kann sich vorstellen, trotzdem weiter auf ihn zu setzen.

Peschek-Lob für Trainer Köllner

"Ich denke, dass die Qualifikationsrunde schon ein sehr gutes Gesicht von Blau-Weiß Linz gezeigt hat - im Wissen, dass wir ständig unter Druck standen", meinte der Geschäftsführer. "Wir haben körperlich zugelegt, uns mehr Chancen erarbeitet und auch weniger zugelassen. Es gibt eine Reihe an Gründen." In der aktuellen Situation über Personalien zu diskutieren, mache aber keinen Sinn - das gelte neben der Trainerposition auch für jene von Sportdirektor Christoph Schösswendter.

"Es ist sehr schmerzhaft mit viel Emotion. Wir werden schonungslos analysieren, Schlussfolgerungen ziehen und dann alles daran setzen, wieder aufzusteigen", sagte Peschek. Er sei davon überzeugt, dass es gelingen werde, die notwendigen Mittel dafür aufzustellen, eine "realistische Chance" zu haben. Der Wiener führte eine "in der Gesamtheit absolut erfreuliche Entwicklung des Clubs" ins Treffen. "Es ist ein sportlicher Rückschlag, dennoch wird der Verein nicht ins Bodenlose fallen."

Laut Peschek habe man den Umsatz des Vereins mehr als verdreifacht. "Wir haben Altlasten abgebaut finanzieller Natur, wir haben starken Zuwachs bei Sponsoren und Fans." Dennoch sei man mit dem zweitniedrigsten Budget der Liga in die Saison gegangen. "Insofern war auch klar, dass das Thema Klassenerhalt das zentrale sein wird." Der Gang in Liga zwei trifft die Linzer nicht aus heiterem Himmel. Alleine aufgrund der Bundesliga-Lizenzierung habe man mit beiden Szenarien - Klassenerhalt und Abstieg - planen müssen. Peschek: "Das ist Teil unserer Verantwortung."

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