Bolivien: Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen Proteste

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von Agenturen

Sicherheitskäfte mobilisieren gegen Demonstranten in Bolivien

Bild: APA/APA/AFP/AIZAR RALDES


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In Bolivien sind am Wochenende rund 3.500 Polizisten und Soldaten mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen, die Zufahrten zur Hauptstadt La Paz blockieren. Laut Medienberichten vom Sonntag gab es 57 Festnahmen. Arbeiter, Bauern, Lehrer und Indigene fordern höhere Löhne, eine Stabilisierung der Wirtschaft und Verzicht auf Privatisierungen. Der konservative Präsident Rodrigo Paz hatte als Sparmaßnahme jüngst unter anderem Treibstoffsubventionen gestrichen.

Viele Blockaden wurden nach dem Abzug der Sicherheitskräfte wieder aufgenommen. Die Protestierenden haben schon seit zwei Wochen die Zufahrten zu La Paz, dem Regierungssitz des südamerikanischen Andenstaats, lahmgelegt. Das Land leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit vier Jahrzehnten. Dem Land fehlen unter anderem Devisen und Treibstoff.

Die Regierung des im vergangenen Oktober gewählten Präsidenten Paz konnte zwar Vereinbarungen mit einigen Protestgruppen abschließen. Andere Gruppen riefen aber dazu auf, die Blockaden zu verstärken, die eine Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Gütern nach La Paz verhindern.

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