Die Wiener Nordbrücke wird generalsaniert
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von AgenturenDie temporäre Umleitung wird 2028 eingerichtet
Bild: APA/APA/FLORIAN WIESER/FLORIAN WIESER
Die Wiener Nordbrücke wird in den kommenden Jahren generalsaniert. Die Autobahnverbindung, die täglich von rund 110.000 Fahrzeugen frequentiert wird, wird dazu nicht komplett gesperrt. Stattdessen wird ein Teil des Verkehrs über den benachbarten Steinitzsteg umgeleitet, der derzeit den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Letztere müssen vorübergehend auf die Floridsdorfer Brücke ausweichen, wobei neue Radwege den Umweg erleichtern sollen.
"Die Brücke ist müde geworden", verwies Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm am Donnerstag im Gespräch mit Medienvertretern auf die Abnutzungserscheinungen am Bauwerk. Dieses ist Anfang der 1960er-Jahre errichtet worden. Vor mehr als 30 Jahren wurde bereits einmal eine Instandsetzung vorgenommen. Damals wurde als Ersatz eine deutlich schmälere Brücke über die Donau bzw. die Neue Donau errichtet, die den Verkehr aufnehmen sollte: der Steinitzsteg.
Umleitung ab 2028
Diese Konstruktion wurde später nicht abgerissen, sondern der Stadt übergeben, wie Fromm erläuterte. Sie wurde zur Fußgänger- und Radbrücke umfunktioniert. Allerdings war die Überlassung an eine Auflage gebunden: Sollte die Nordbrücke wieder einmal saniert werden, kann der Steg erneut als Umleitung genutzt werden. Das wird nun ab 2028 der Fall sein.
Auf der Nordbrücke werden abwechselnd zwei der vier Fahrstreifen gesperrt. Da der Steinitzsteg mit zwei Fahrspuren ausgestattet ist, kann der Verkehr ohne gröbere Einschränkungen in dieser Zeit weiter fließen. Verstärkt werden auf der Nordbrücke etwa die Stahlträger. Auch die Beschichtungen sowie Ausrüstungselemente wie Geländer, Schilder oder Leitschienen werden erneuert. Die Sanierung soll 2031 abgeschlossen werden.
Keine neue Brücke
Dann soll das Nebenbauwerk, das laut Asfinag ebenfalls renoviert wird, wieder ausschließlich den Passanten und Bikern gehören. In der Zwischenzeit können diese den Steg aber nicht benutzen. Ausweichen ist über die Floridsdorfer Brücke möglich. Andere Varianten sind ebenfalls überlegt worden, etwa der Bau einer weiteren Brücke. Eine solche wird es aber angesichts des dafür nötigen großen technischen und finanziellen Aufwands nicht geben, wie heute erläutert wurde.
Stattdessen werden neue Radwege im Umfeld der Floridsdorfer Brücke errichtet, kündigte Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) an. Konkret wird in der Brigittenau auf der Adalbert-Stifter-Straße und in Floridsdorf auf der Floridsdorfer Hauptstraße jeweils ein baulich getrennter Radweg realisiert. Die zusätzliche Fahrzeit, mit der zu rechnen ist, betrage im Durchschnitt nur 2,5 Minuten, hieß es heute. Die neuen Radwege sind keine temporäre Lösung. Sie bleiben auch nach dem Abschluss der Nordbrücken-Sanierung bestehen.
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