Double-Träume des LASK werden konkreter
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von AgenturenKühbauer mit LASK auf Doublekurs
Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER
Der LASK steht vor dem ultimativen Triumph. Durch den 3:1-Heimsieg am Montag über Rapid befindet sich der frisch gebackene Cupsieger voll auf Doublekurs. Zwei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung des Leaders auf Sturm Graz zwei Punkte. Sollte man am Sonntag daheim gegen Red Bull Salzburg mehr Zähler als der regierende Champion in Hartberg holen, wäre der Titelgewinn vorzeitig perfekt. Bis vor Kurzem gab es in der Clubgeschichte nur zwei Titel - Meisterschaft und Cup 1965.
Der dritte Pokal kam am vergangenen Freitag durch das 4:2 nach Verlängerung im Cupfinale gegen Altach dazu. Die Strapazen der 120 Minuten in Klagenfurt waren den LASK-Profis gegen Rapid nur in der Anfangsphase anzumerken, danach gelang der möglicherweise vorentscheidende Schritt zum Meistertitel. Selbst wenn Sturm beide ausstehenden Partien gewinnt, reichen den Linzern aufgrund der Punkteabrundung vier Zähler gegen Salzburg und auswärts gegen die Austria.
Stürmer Sasa Kalajdzic brachte die Ausgangsposition im Sky-Interview auf den Punkt. "Wir haben die Basis gelegt, jetzt liegt es an uns. Wir müssen es durchziehen", forderte der ÖFB-Teamspieler, der diesmal nicht als Torschütze in Erscheinung trat. Dafür bereitete Kalajdzic das 1:1 vor, holte den Elfmeter zum 2:1 heraus und bewies damit einmal mehr seinen Wert für die Mannschaft.
Kalajdzic-Lob für Kühbauer
Nach vielen Verletzungen wurde der von Wolverhampton ausgeliehene Zwei-Meter-Stürmer, der laut LASK-Sportchef Dino Buric nur schwer über diese Saison hinaus gehalten werden kann, von Trainer Dietmar Kühbauer wieder auf Vordermann gebracht. "Ich brauche jemanden, der mir ein bisschen in den Arsch tritt, aber auch jemanden, der mich versteht und auf meine Gesundheit schaut", sagte Kalajdzic über den Burgenländer.
Kühbauer sei "bis jetzt der vielleicht beste Trainer, den ich je hatte, in dem Sinn, dass er auf mich schaut. Ihm ist es wichtig, dass es mir gut geht, nicht sein persönlicher Erfolg." Der 55-Jährige gab das Lob postwendend zurück. "Sasa ist ein wohlerzogener Bursch, ich habe seine Eltern kennengelernt. Da weiß man, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Man muss ihn nicht zusammenstauchen, sondern sagen, was man gern von ihm sehen möchte."
Gleichzeitig betonte Kühbauer aber auch, er wolle keinen Spieler herausheben. "Die ganze Mannschaft macht es einfach sehr gut." Der Erfolg über Rapid sei "ein Sieg der Mentalität und der Leidenschaft" gewesen.
Für Rapid geht es um Schadensbegrenzung
Während im Lager des LASK große Euphorie herrscht, ist es seit Montag amtlich, dass Rapid zumindest ein weiteres Jahr auf den ersten Titel seit 2008 warten muss. In den abschließenden beiden Runden daheim gegen die Austria und auswärts gegen Sturm geht es für den aktuellen Tabellenvierten ums Prestige und vor allem darum, in der Tabelle nicht abzurutschen - ansonsten droht das Europacup-Play-off oder sogar eine Saison ohne Teilnahme an einem internationalen Bewerb. "Die erste Position ist außer Reichweite, aber wir attackieren die anderen Plätze", versprach Trainer Johannes Hoff Thorup.
Der Däne muss zumindest im Derby, möglicherweise aber auch gegen Sturm auf seinen Kapitän verzichten. Matthias Seidl sah im Finish nach einem rüden Foul an Melayro Bogarde die Rote Karte.
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