Silberberger bringt WAC-Karren in Fahrt - Abstiegskrimi fix

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von Agenturen

Die Wolfsberger kamen dem Klassenerhalt deutlich näher

Bild: APA/APA/DIETMAR STIPLOVSEK/DIETMAR STIPLOVSEK


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Viermal gepunktet in fünf Spielen, zuletzt zwei Siege: Thomas Silberberger scheint den Karren beim WAC doch noch zur rechten Zeit in Fahrt gebracht zu haben. Statt zuvor mit der "Roten Laterne" gehen die Wolfsberger nach dem 4:1-Erfolg in Altach mit einem Plus von zwei Punkten auf das neue Fußball-Bundesliga-Schlusslicht Blau-Weiß Linz in die letzten beiden Runden. Fünf Teams liegen innerhalb von drei Zählern, der Kampf um den Klassenerhalt ist spannender als jemals zuvor.

"An diese Konstellation kann ich mich nicht erinnern, jetzt ist der Druck bei allen Vereinen unermesslich hoch, das ist nicht gesundheitsfördernd", sagte Silberberger im Sky-Interview. Sein Team scheint dank Toren von Dominik Baumgartner (28.), Rene Renner (32./Freistoß), Angelo Gattermayer (70.) und Simon Piesinger (77.) im Stadion Schnabelholz und dem ersten Auswärtssieg seit 26. Oktober 2025 ganz gut im Rennen zu sein. "Siege geben dir ungemein Kraft für die nächsten Aufgaben", betonte der 52-jährige Tiroler. "Wir haben jetzt eine Spur weit bessere Karten, aber noch nicht das perfekte Blatt." Das wolle man sich mit einem Dreier bei Qualigruppen-Spitzenreiter Ried am Samstag holen.

Das allerdings ohne die gelbgesperrten Baumgartner und Marco Sulzner. "Wir müssen in Ried gleich auftreten, sie sind von der Energie her die stärkste Mannschaft in der Bundesliga, da müssen wir uns matchen und dürfen keinen Schritt locker lassen", sagte Baumgartner. Froh war er, dass sein Team mit dem Sieg "viel Bewegung" in den Abstiegskampf bringen konnte. "Der Sieg war brutal wichtig, die Selbstzweifel sind nicht weg, aber es ist viel einfacher, wenn du gewinnst, dann spielst du mit mehr Selbstvertrauen", verlautete der WAC-Kapitän. Außenspieler Rene Renner biss trotz zweier gerissener Bänder in der Schulter durch. "Wichtig ist, dass wir gewonnen haben, alles andere ist scheißegal", meinte der Torschütze.

"Nicht viel Freude" bei Altachern

Die Vorarlberger mussten ihre erhoffte Klassenerhaltsfeier vorerst aufschieben. "In den letzten zwei Spielen war nicht viel Freude dabei. Es muss uns allen bewusst sein, in welcher Situation wir stecken", sagte Sportdirektor Philipp Netzer. Nach dem verlorenen historischen Cupfinale am Freitag gegen den LASK gab es den nächsten Dämpfer. "Wir haben von vier Gegentoren drei aus Standardsituationen bekommen, das darf nicht passieren, das war nicht gut genug", meinte Altach-Coach Ognjen Zaric. Mit dem Finger auf Goalie Dejan Stojanovic, der bei den ersten beiden Gegentoren eine unglückliche Figur machte, wollte er nicht zeigen. Genauso wollte er die Strapazen durch das Cup-Endspiel "nicht als Ausrede gelten lassen".

Am Samstag gilt es nun, beim GAK besser aufzutreten. "Wir sind uns bewusst, dass außer Ried alle mitten drinnen stecken. Wir werden sicher noch punkten müssen, der Kopf wird jetzt ein starker Faktor", meinte Zaric. Altach ist aktuell punktgleich vor WSG Tirol und dem GAK Zweiter. Der WAC hat einen Zähler weniger, BW Linz liegt weitere zwei Punkte dahinter. "Die Ausgangssituation mit vier Teams hinter uns ist nicht so schlecht, aber wir müssen liefern", sagte Kapitän Lukas Jäger.

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