ESC-Public Viewing als Eröffnung von queerer Eventreihe

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Public Viewing im Belvedere

Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER


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Das trübe Wetter treibt viele ESC-Fans ins Trockene, und so wurde das Belvedere 21 am Donnerstagabend zum Treffpunkt: Mit dem Public Viewing des zweiten Halbfinales des Eurovision Song Contest eröffnete das Museum seine Veranstaltungsreihe "Queering the Belvedere". Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen, um das Halbfinale gemeinsam zu verfolgen und das Programm aus Chorkonzert, Vorträgen und Community-Events zu erleben.

Im Foyer und kleinem Kinosaal herrschte entspannte Atmosphäre, anders als im bunten Trubel des Eurovision Village wirkte der Abend im Belvedere mehr wie ein gemeinschaftliches Wohnzimmer. Die Moderation übernahm die Performancekünstlerin Denice Bourbon, die mit pointierten Kommentaren und humorvollen Einwürfen durch den Abend führte.

"Schönes, ein bisschen Trash und Zusammenkommen"

Für Bourbon ist der ESC weit mehr als Unterhaltung, er sei ein Ort der Gemeinschaft. "Beim ESC geht es darum, das Schöne, ein bisschen Trash und das Zusammenkommen zu feiern, auch wenn das furchtbar kitschig klingt." Bourbon sorgte mit augenzwinkernden Kommentaren zu Performances und Hintergrundgeschichten für Lacher im Publikum. "Ich darf ja alles sagen, was der Andi Knoll im Fernsehen nicht sagen kann. Ich habe ein bisschen Gossip mit", so Bourbon über ihr Programm. Die in Finnland geborene Künstlerin schwelgte auch in Erinnerungen über die weibliche Hälfte des diesjährigen finnischen Beitrags: "Die Linda Lampenius war in den 90er-Jahren wie die skandinavische Pamela Anderson."

Gemeinschaftschor als Gegenentwurf zum Wettbewerb

Vor dem Public Viewing trat Bernadette La Hengst mit dem "Chor der schönen Aussichten" auf. Die Musikerin und Theaterregisseurin sieht das Community-Projekt als bewussten Gegenpol zum Wettbewerbsgedanken des Eurovision Song Contest. Die Songs entstehen gemeinschaftlich und demokratisch aus den Ideen der Teilnehmenden. "Ich frage nach den Visionen und Wünschen der Leute und auch nach ihren Problemen", meint La Hengst über den Prozess. Der Chor widmete der am Donnerstag verstorbenen VALIE EXPORT den Song "Women of the World Take Over" und setzte damit einen emotionalen Akzent zu Beginn des Abends.

(S E R V I C E - www.belvedere.at/queering )

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