Euphorischer LASK empfängt Rapid zum verspäteten Schlager

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Seidl und Co. wollen den Linzern wieder ein Bein stellen

Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER


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Getragen von der Euphorie des ersten Titels nach 61 Jahren startet der LASK am Montag (20.30 Uhr) in den Endspurt der Fußball-Bundesliga. Drei Tage nach dem Cup-Triumph in Klagenfurt empfangen die Linzer den SK Rapid zum verspäteten Schlager der Runde. Vor Heimpublikum wollen die Schwarz-Weißen den ersten von drei Schritten zur Wiederholung des historischen Doubles von 1965 tätigen. Doch auch die drei Punkte dahinterliegenden Gäste befinden sich noch auf ihrer Mission 33.

"Der Cuptitel muss uns Kraft geben. Wir werden alles versuchen, damit wir in dieser Saison noch etwas schaffen", sagte LASK-Coach Dietmar Kühbauer. Rapid, Salzburg und Austria heißen die finalen Gegner, der Fokus gilt nun einmal nur den Grün-Weißen. "Es ist schon ein alter Sager von mir, aber es ändert nichts. Wir denken von Spiel zu Spiel, und es ist gut so, dass wir es so beibehalten, weil alles so eng ist."

Gutes Omen für Kühbauer

Als "dermaßen schlecht" bezeichnete Kühbauer die Spielansetzung. Der ehemalige WAC-Coach sah sich auch hierbei um ein Jahr zurückversetzt. Damals war die Partie der Wolfsberger gegen Rapid ebenfalls drei Tage nach dem Cupsieg angesetzt. Ein gutes Omen: Damals gewann der WAC in Wien. Was zudem für den LASK spricht: In puncto Physis und Kadertiefe scheinen die Oberösterreicher überdurchschnittlich gut aufgestellt. Die Cupparty stieg jedenfalls mit angezogener Handbremse. Während die Fans in der heimischen Arena noch lange feierten, hielten es die Spieler bewusst ruhig. "Wir konnten nicht 'open end' machen. Die Saison ist noch nicht vorbei", betonte Kühbauer.

Auch Rapid darf weiter auf den 33. Meistertitel der Vereinsgeschichte hoffen. Der Sieg gegen den neuen Lieblingsgegner Salzburg entfachte in Hütteldorf neue Hoffnung. Um im Titelrennen zu bleiben, müssen die Grün-Weißen in ihrer ersten Montagspartie der Bundesliga-Historie jedoch eine Negativserie beenden: Seit neun Gastspielen wartet Rapid beim LASK auf einen vollen Erfolg. Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup sprach auch deshalb von der "schwierigsten Challenge".

Rapid erinnert sich gerne an 4:2-Erfolg

Die Linzer hätten eine klare Identität und viele Stärken. Verstecken müsse man sich deshalb aber nicht. "Das Wichtigste in der Saisonphase ist, den Spielern klarzumachen, dass wir jeden Gegner schlagen können", betonte der 37-Jährige. In Hütteldorf stellte das sein Team unter Beweis, da gab es im 2. Spiel der Meistergruppe am 22. März einen 4:2-Erfolg Rapids. Der gelang laut Hoff Thorup in "einem unserer besten Spiele". Damals hatten die Linzer zuvor unter der Woche im Cup das Halbfinale gegen Ried mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen.

Nun mussten die Linzer wieder im Vorfeld im Cup Überstunden machen. "Der Sieg gibt ihnen vermutlich einen Boost und Extra-Energie, hoffentlich sind sie aber ein bisschen müder gegen Ende des Spiels", sagte der Däne. Und Kapitän Matthias Seidl ergänzte: "Es kann ein kleiner Vorteil für uns sein, hoffentlich können wir das wieder ausnutzen." Man wolle die "super Partie" von damals "wiederholen und drei Punkte mit nach Hause nehmen." Nicht mithelfen kann der gesperrte Abwehrchef Nenad Cvetkovic. Dafür meldete sich mit Jannes Horn ein anderer Verteidiger nach überstandener Krankheit rechtzeitig fit.

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