Evakuierungen wegen Raffinerie-Brands in Südrussland
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von AgenturenDie Ölraffinerie in Tuapse wurde bereits einmal attackiert
Bild: APA/APA/Satellite image ©2026 Vantor/HANDOUT
In der südrussischen Hafenstadt Tuapse ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Dienstag erneut ein großes Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen. Gebietsgouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einer ernsthaften Notfallsituation. Zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden. Im russischen Gebiet Belgorod wurden drei Menschen von ukrainischen Drohnen getötet. Bei russischen Angriffen in der Ukraine starben drei Menschen.
Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien unter anderem einen erneuten Angriff auf die Raffinerie. Das Unternehmen sei an der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine beteiligt, hieß es zur Begründung. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen und ein Feuer sei ausgebrochen.
Ölanlagen der Stadt waren schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Seit Wochen kommt es deswegen zu Bränden und auch zu schweren Umweltschäden. Zuletzt war es über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer.
Drei Tote in Grenzregion Belgorod
Im russischen Gebiet Belgorod an der Grenze zur Ukraine wurden Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen getötet. Demnach erlag ein Mann im Dorf Wosnessenowka bei einem Einschlag in ein Auto seinen Verletzungen. Im Dorf Bobrawa seien eine Frau und ein Mann ebenfalls bei einem Einschlag in ein Auto ums Leben gekommen, ihr 16-jähriger Sohn, der demnach auch in dem Fahrzeug saß, sei ins Krankenhaus gebracht worden. Bei einem anderen Einschlag seien zwei Menschen verletzt worden.
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, dass in der Nacht 186 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien – auch über den Gebieten Krasnodar und Belgorod. Zu Schäden macht das Ministerium keine Angaben.
Tote nach Angriffen auf die Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Ukraine wurden nach Behördenangaben drei Menschen getötet und zahlreiche verletzt. In der Region Dnipropetrowsk kam ein 40 Jahre alter Mann im Kreis Krywyj Rih ums Leben, wie Gouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Fünf weitere Männer zwischen 31 und 57 Jahren seien verletzt worden. Russland habe mit Drohnen und Artillerie angegriffen.
Im ostukrainischen Gebiet Charkiw kam nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft ein 70 Jahre alter Mann bei einer Drohnenattacke auf die Stadt Tschuhujiw ums Leben. Ein weiterer Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Drohne sei in der Nähe eines Wohngebiets eingeschlagen.
Sonnenblumenöl im Hafen von Tschornomorsk
Nach russischem Beschuss auf die Hafenstadt Tschornomorsk am Schwarzen Meer bereits am Sonntag kam es zu einer Verschmutzung mit Sonnenblumenöl im Hafengebiet, wie die staatliche Umweltinspektion des Bezirks Südwest mitteilte. Durch einen Brand sei ein Tank mit 6.000 Tonnen Sonnenblumenöl beschädigt worden und Öl im Hafengebiet ausgetreten. Es habe sich ein Fleck gebildet, den die Umweltinspektion auf etwa 400 mal 200 Meter schätzt. Barrieren seien errichtet worden, um weiteres Auslaufen zu verhindern. Laboruntersuchungen des Meerwassers sollen das Ausmaß der Verschmutzung bestimmen.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Für Russland sind Einnahmen aus dem Ölexport wichtig zur Finanzierung seines Angriffskriegs, die Ukraine nimmt daher diesen Wirtschaftszweig als Teil ihres Abwehrkampfs ins Visier. Die Zahlen der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
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