Fahrraddiebe mit E-Scooter und zu Fuß verfolgt

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von Agenturen

Filmreif: Ein Mann stieg zur Verfolgung auf einen E-Scooter

Bild: APA/APA/Hochmuth/GEORG HOCHMUTH


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Eine Verfolgungsjagd hat sich am Mittwoch in Wien-Donaustadt abgespielt: Zwei Fahrraddiebe waren vom Besitzer der Gefährte dabei beobachtet worden, wie sie die E-Bikes an seinem Küchenfenster vorbeischoben. Der Mann nahm zu Fuß die Verfolgung auf, unterstützt von einem Passanten auf einem E-Scooter. Einer der Diebe rannte davon, der andere flüchtete per Rad. Er verursachte einen Unfall, wurde von einem Pkw erwischt und erlitt eine Kopfverletzung, berichtete die Polizei.

Beamte wurden wegen dieses Verkehrsunfalls zwischen Pkw und Fahrradfahrer angefordert. An der Unfallstelle wurde ein 44 Jahre alter Radler von der Rettung versorgt. Der 55-jährige Pkw-Lenker erzählte den Polizisten, bei Grün losgefahren zu sein, als plötzlich ein Fahrradfahrer mit hoher Geschwindigkeit seinen Fahrweg gekreuzt habe. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Aufeinandertreffen am Unfallort

Während der Sachverhaltsklärung erschien ein 52-jähriger Mann am Unfallort und gab an, dass der verunfallte Fahrradfahrer kurz davor gemeinsam mit einem Komplizen sein Kellerabteil aufgebrochen und zwei hochpreisige Elektrofahrräder gestohlen habe. Den Diebstahl habe er zufällig bemerkt, da er durch sein Fenster geschaut habe, als die Männer die Räder wegschoben. Daraufhin habe er die Verfolgung aufgenommen und sei dabei von einem Mann auf einem E-Scooter unterstützt worden. Als die beiden mutmaßlichen Täter bemerkten, dass sie verfolgt werden, flüchtete der 44-Jährige mit einem der gestohlenen Elektrofahrräder, während der zweite Tatverdächtige das andere Fahrrad zurückließ und zu Fuß flüchtete.

Im Rucksack des 44-Jährigen stellten die Beamten Einbruchswerkzeug sicher - unter anderem einen hydraulischen Bolzenschneider sowie einen Bohrhammer und einen Akkuschrauber, welche ebenfalls aus dem Kellerabteil des 52-jährigen Opfers gestohlen worden waren. Eine Sofortfahndung nach dem Komplizen verlief bisher ohne Erfolg, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Der 44-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und anschließend unter polizeilicher Bewachung von der Berufsrettung Wien in den Schockraum eines Spitals gebracht. Die Bewachung wurde dort von Justizwachebeamten übernommen. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.

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