Frust bei Liverpool, Ärger in Barcelona nach CL-Pleiten
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von AgenturenRückt Slots Abschied näher?
Bild: APA/APA/AFP/JULIEN DE ROSA
Für die europäischen Fußball-Traditionsclubs Liverpool und FC Barcelona haben die Viertelfinalhinspiele in der Champions League am Mittwoch Frust und Ärger gezeitigt. "Wir wurden auseinandergenommen", sagte Liverpool-Coach Arne Slot nach der 0:2-Pleite bei Paris St. Germain. Barca-Coach Hansi Flick haderte wiederum nach der 0:2-Heimniederlage gegen Atletico Madrid mit der Schiedsrichterleistung und schimpfte auf den VAR.
"Wir hatten Glück, dass wir nicht noch mehr Gegentore kassiert haben und unser Torhüter einen richtig guten Tag hatte", bekannte LFC-Trainer Slot nach dem Spiel beim Titelverteidiger. Der Niederländer hatte erfolglos einen Systemwechsel auf eine defensive Fünferkette vollzogen. Der Ballbesitz lag bei lediglich 26 Prozent. Man habe eigentlich aggressiv Druck ausüben wollen. "Aber jedes Mal, wenn wir das versucht haben, wurden wir auseinandergenommen."
Gefrusteter Salah
Das Frustlevel war bei Starspieler Mohamed Salah besonders hoch. Der Ägypter, der im Sommer den Verein verlässt, sah das Spiel in Paris nur von außen: Erstmals in seiner Karriere bei den "Reds" schmorte der Stürmer in der Champions League 90 Minuten auf der Ersatzbank. Slot meinte, er habe Salah aus taktischen Gründen nicht eingewechselt. Im letzten Spieldrittel sei es mehr ums Überleben gegangen, als dass "wir jemals eine Chance gehabt hätten, ein Tor zu erzielen". Laut englischen Medien gab Liverpool zum ersten Mal seit November 2020 in der Königsklasse keinen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor ab.
Die nächste schwache Leistung dürfte den Druck auf den angeschlagenen Slot jedenfalls weiter erhöhen. "Das war, als würde man einer Mannschaft aus einer unteren Liga zusehen. Der Klassenunterschied war aus Liverpooler Sicht sehr besorgniserregend", sagte "Reds"-Legende Jamie Carragher. Das Duell im Prinzenpark könnte für Slot eines der letzten gewesen sein, sollte im Rückspiel kommenden Dienstag (21.00 Uhr) nicht eine große Wende passieren. Denn in Meisterschaft und den nationalen Cupbewerben ist Liverpool bereits raus bzw. ohne Titelchance.
Flick schimpft
Flick haderte indes mit dem rumänischen Schiedsrichter Istvan Kovacs und dessen Team. Beim enttäuschenden 0:2 stießen dem Deutschen vor allem zwei Szenen sauer auf: der Platzverweis von Pau Cubarsi (44.) sowie ein aus Flicks Sicht zu Unrecht nicht gegebener Elfmeter nach der Pause. "Ich weiß nicht, es könnte eine Rote Karte sein oder auch nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob er den Ball ausreichend berührt hat", sagte Flick über die Rote Karte, die die bittere Schlappe einleitete. Direkt danach traf Julian Alvarez per Freistoß zur Führung für die Gäste.
Besonders störte sich Flick an einer Szene in der 55. Minute. Atletico-Profi Marc Pubill legte den Ball bei einem eigenen Abstoß mit der Hand zurecht, nachdem ihm sein Keeper Juan Musso das Leder serviert hatte. Der Barca-Coach monierte ein Handvergehen. "Ich verstehe nicht, warum der VAR nicht eingreift. Es ist normal, Fehler zu machen, aber in solchen Situationen - wozu haben wir denn den VAR? Das hätte ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also die Rote Karte sein müssen. Das darf nicht vorkommen", sagte Flick.
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