Getötete Studentin in Tirol: Anklage gegen Tatverdächtigen

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von Agenturen

Die Leiche der Studentin wurde vor einer Telefonzelle gefunden

Bild: APA/APA/ROBERT PARIGGER/ROBERT PARIGGER


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Einer der spektakulärsten Kriminalfälle der Tiroler Geschichte könnte doch noch vor einer Lösung stehen: Im Fall einer 2005 in Innsbruck erstochenen niederösterreichischen Studentin brachte die Staatsanwaltschaft Innsbruck Anklage wegen Mordes gegen einen in Australien lebenden 42-jährigen Österreicher ein. Der Mann war bereits Ende Dezember 2013 ins Visier geraten und festgenommen worden, dann im Februar 2014 jedoch aus der U-Haft entlassen worden.

Das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Studienkollegen der jungen Frau, die tot vor einer Telefonzelle im Rapoldipark gefunden worden war, wurde daraufhin eingestellt. Der Mann, der stets seine Unschuld beteuert hatte, kehrte noch vor der Einstellung des Verfahrens nach Australien zurück. Eine DNA-Spur des Angeklagten an der Kleidung des Opfers hatte sich als nicht stichhaltig dargestellt.

Letzte DNA-Untersuchungen ergaben nun jedoch laut Anklagebehörde eine DNA-Spur des Angeklagten auf dem Filter einer nur wenig angerauchten Zigarette, die in der Telefonzelle abgelegt war. Daraus schloss die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte am Tatort war.

42-Jähriger will zu Prozess nach Österreich kommen

Mit Einbringung der Anklage widerrief die Staatsanwaltschaft einen im November 2023 erlassenen Haftbefehl gegen den Österreicher. Der Angeklagte sagte indes durch seine Verteidiger zu, freiwillig zu einer Hauptverhandlung nach Innsbruck anzureisen, hieß es.

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