Gouverneur: Kiew griff Krim mit Marschflugkörpern an
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von AgenturenGegenseitiger Beschuss von Russland und Ukraine (Symbolbild)
Bild: APA/APA/AFP/TETIANA DZHAFAROVA
Die Ukraine hat nach russischen Angaben den Hafen von Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die Luftabwehr habe mehr als 20 Drohnen abgeschossen, teilte der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, am Mittwoch mit. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht. Bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja wurden den dortigen Behörden zufolge 21 Menschen verletzt.
Allerdings seien einige Gebäude beschädigt worden, darunter eine Filiale der Zentralbank und ein achtstöckiges Wohnhaus, erklräte Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse haben Trümmerteile einer Drohne einen Brand in einem Terminal ausgelöst. Das Feuer sei schnell gelöscht worden, teilen die russischen Behörden mit. Zudem seien durch die Trümmer die Fenster eines Hochhauses und von fünf Einfamilienhäusern im Stadtbezirk von Tuapse beschädigt worden. Verletzt wurde bei den Vorfällen den Angaben zufolge niemand.
Storm-Shadow-Raketen eingesetzt
Insgesamt wehrte Russland nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 140 Drohnen ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog wurden zwei Menschen verletzt. Dort sei eine Rakete abgeschossen worden, teilte die Bürgermeisterin der Stadt, Swetlana Kambulowa, auf Telegram mit. Zudem seien bei dem Angriff in der Nacht auf Mittwoch Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow eingesetzt worden.
Die Storm-Shadow-Raketen werden von einem französisch-britischen Konsortium hergestellt. In Frankreich heißen sie Scalp. Russland, das die Krim 2014 annektiert hatte, hatte wegen eines früheren Einsatzes dieser Waffen durch die Ukraine bereits die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs einbestellt. Die Berichte über die militärischen Aktivitäten konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
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