Hauskauf und Smartwatch beschäftigen Pilnacek-U-Ausschuss

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von Agenturen

In Rossatz wollte Christian Pilnacek ein Haus kaufen

Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER


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Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Tod von Christian Pilnacek dreht es sich kommende Woche um den versuchten Hauskauf des einstigen Justiz-Sektionschefs. Dazu als Auskunftspersonen geladen sind der Ex-Lobbyist Peter Hochegger sowie der Immobilienbesitzer selbst. Aber auch die Smartwatch-Auswertung wird weiter untersucht: Zwei Cybercrime-Beamte des Bundeskriminalamts sollen dazu an den beiden Befragungstagen Auskunft geben.

Hochegger hatte als "Überraschungsgast" an einem Treffen des Journalisten Michael Nikbakhsh mit weiblichen Vertrauten Pilnaceks teilgenommen. Angeblich soll er auf Bitte jenes deutschen Unternehmers dabei gewesen sein, der den Hauskauf im niederösterreichischen Rossatz für Pilnacek und dessen Vertraute abwickeln wollte. Der frühere Lobbyist war im Buwog-Prozess zu drei Jahren Haft - davon 2 Jahre bedingt - verurteilt worden.

Zum Thema Hauskauf ist am zweiten Befragungstag auch jener Manager geladen, dessen Immobilie der deutsche Unternehmer für Pilnacek erwerben wollte. Christoph Stadlhuber war zwölf Jahre lang Geschäftsführer und Wien-Statthalter der Signa Holding. Pilnacek hatte vor, die Immobilie gemeinsam mit seiner Vertrauten zu erwerben. Immer wieder waren die Pläne Thema bei den Befragungen im U-Ausschuss und sorgten auch für wilde, nicht bestätigte Spekulationen zur Finanzierung des Deals.

Auch Smartwatch wieder Thema

Nicht nur der versuchte Hauskauf, auch ein weiterer Datenträger im Besitz Pilnaceks beschäftigt wieder den U-Ausschuss: Diesmal geht es um die Smartwatch, die der Verstorbene in der Todesnacht trug. Geladen sind - jeweils für Mittwoch und Donnerstag - zwei Cybercrime-Beamte des Bundeskriminalamts, die das Gerät ausgewertet hatten. Ein IT-Techniker hatte bereits bei seiner Befragung bestätigt, dass die Uhr in der Nacht vor sowie am Tag des Auffindens des Leichnams über Bluetooth mit anderen Geräten in der Nähe kommuniziert hatte.

Angesetzt sind Befragungen im U-Ausschuss derzeit bis Sommer. Mit einem Ende ist dann aber noch nicht zu rechnen, schon allein aufgrund der bisherigen Ladungslisten ist von einer Verlängerung auszugehen. Außerdem fallen die am 10. und 11. Juni geplanten U-Ausschusssitzungen der Budgetrede des Finanzministers zum Opfer. Eine Verlängerung dürfte auch im Sinne der FPÖ sein, die dann wohl Ex-Polit-Granden wie den früheren Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka oder Altkanzler Sebastian Kurz (beide ÖVP) im Herbst ins Hohe Haus laden würde.

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