Waffenruhe in Nahost in Gefahr - Neue Gefechte

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von Agenturen

Erneut Gefechte um Straße von Hormuz (Illustration)

Bild: APA/APA/AFP/-


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Die brüchige Waffenruhe im Nahen Osten gerät nach neuen militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormuz in Gefahr. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf erklärte am Dienstag in sozialen Medien, die Armee seines Landes habe mit Angriffen "noch nicht einmal begonnen". Die Sicherheit der Schifffahrt sei durch das Vorgehen der USA bedroht. Das US-Militär hatte zuvor sechs kleine iranische Schiffe zerstört.

"Situation für USA unhaltbar"

"Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben", heißt es in der Erklärung Qalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist. Die "bösartige Präsenz" der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügte er hinzu.

US-Präsident Donald Trump hatte die Marine entsandt, um blockierte Tanker im Rahmen der Mission "Project Freedom" durch die Meerenge zu eskortieren. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für die weltweite Versorgung mit Öl, Düngemitteln und anderen Rohstoffen.

Der Vermittlerstaat Pakistan mahnte unterdessen zu Zurückhaltung. Es sei "absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert" werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Zudem verurteilte Sharif Raketen- und Drohnenangriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Teheran hatte am Montag Ölanlagen im Hafen von Fujaira angegriffen.

Auch Indien hat den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die VAE vom Montag verurteilt. Dieser Angriff, bei dem drei indische Staatsbürger verletzt worden seien, sei "inakzeptabel", erklärt das indische Außenministerium auf dem Kurznachrichtendienst X. Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten.

US-Armee begann Mission "Project Freedom"

Am Montag hatte die US-Armee die Mission "Project Freedom (Projekt Freiheit)" begonnen. Ziel des Marineeinsatzes ist die Sicherung der Meerenge für die Handelsschifffahrt. Im Rahmen es Einsatzes waren zwei US-Zerstörer durch die Straße von Hormuz in den Persischen Golf gefahren. In der Folge hatten nach US-Angaben zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe die Meerenge passiert, was Teheran umgehend dementierte.

Iranische Medien hatten ihrerseits von iranischen Raketenangriffen auf ein US-Schiff und Warnschüssen in der Nähe von US-Zerstörern berichtet. Dies hatte Washington wiederum dementiert. Außerdem wurde offenbar ein südkoreanischen Schiff attackiert und beschädigt, das auf dem Weg durch die Meerenge war.

Die für den weltweiten Handel mit Rohöl und Flüssiggas immens wichtige Straße von Hormuz war zu Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge waren die Energiepreise weltweit in die Höhe geschossen. Derzeit gilt in der Region eine Waffenruhe - die durch den sich wieder verschärfenden Konflikt um die Straße von Hormuz bedroht ist.

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