Kärntner Dobrounig in Doppelspitze neuer ÖTTV-Präsident

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Im heimischen Tischtennis soll wieder der Sport in den Vordergrund

Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/Archivbild/GEORG HOCHMUTH


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Der Kärntner Hubert Dobrounig ist der neue Präsident von Österreichs Tischtennisverband (ÖTTV). Die für Mittwoch 17.00 Uhr in Klagenfurt angesetzt gewesene ÖTTV-Generalversammlung mit Präsidiumswahl endete erst nach 1.00 Uhr in der Nacht, nachdem u.a. die Verbandsstatuten geändert worden waren. Das, um das neue Amt eines stellvertretenden Präsidenten zu ermöglichen und besetzen zu können. Diese Funktion nimmt Rudolf Sporrer ein. Er war ursprünglich gegen Dobrounig angetreten.

Der 60-jährige Dobrounig ist Kärntner Landesverbandspräsident und will als Nachfolger des im März zurückgetretenen bisherigen Präsidenten Wolfgang Gotschke nach eigenen Angaben als Profi im Bereich Marketing, Medien und Kommunikation auf Dialog, Klarheit und Verbindlichkeit setzen. "Die Interessen müssen konstruktiv zusammengeführt werden. Ich bin für eine respektvolle und lösungsorientierte Arbeitsbasis", wurde Dobrounig in einer Aussendung zitiert.

Sporrer wiederum soll sein Wissen als jahrzehntelanger ÖTTV-Generalsekretär einbringen und die verschiedenen Lager in den Landesverbänden zusammenführen. Der 73-jährige Wiener ist auch Vorsitzender des Regel-Komitees und hat beste Kontakte zum Europa-Verband (ETTU) wie auch zum Weltverband (ITTF). Dobrounig: "Wir werden unsere Kompetenzbereiche aufteilen. Ich kann sicher von der Erfahrung von Sporrer profitieren."

Neuordnung nach langandauernden Turbulenzen

Die Neuordnung folgt auf langandauernde Turbulenzen im Verband, an deren Spitze Missbrauchsvorwürfe gegen einen niederösterreichischen Nachwuchstrainer standen. Gotschke war wegen des Umgangs mit diesen Vorwürfen in Kritik geraten und am 21. März in Horn im Rahmen einer Präsidentenkonferenz zurückgetreten. Auch der Bundesliga-Vorsitzende Günther Renner hatte sich damals aus dieser Position zurückgezogen. Der ebenfalls unter Beschuss geratene Vizepräsident Conrad Miller hingegen hatte da sein Amt nicht zur Verfügung gestellt.

Dobrounigs Wahl erfolgte mit 23:17 Stimmen, die Sporrers mit 29:11 klarer. Zudem wurde Generalsekretär Mathias Neuwirth als Vizepräsident für Organisation bestätigt. In der Person des umstrittenen Miller ist keine Entscheidung gefallen. Es werden für ihn laut Aussendung im Bereich Finanzen Ausstiegsszenarien in beiderseitigem Einvernehmen gesucht. Dobrounig: "Dazu schreiben wir die Stelle des Sportdirektors aus und suchen nach einer bestmöglichen Lösung." Zum Nachfolger von Renner als Bundesliga-Vorsitzender wurde Wels-Coach David Huber bestellt.

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