Keine Ermittlungen mehr gegen Ex-Chef der Hofreitschule
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von AgenturenAlle Ermittlungen gegen Hudler sind eingestellt
Bild: APA/APA/DR. ALFRED HUDLER
Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen Chef der Spanischen Hofreitschule, Alfred Hudler, gänzlich eingestellt. Ihm war der Vorwurf der Untreue zum Nachteil der Hofreitschule und des Lipizzanergestüts Piber vorgeworfen worden. Dabei soll es um Unregelmäßigkeiten bei der Spesenabrechnung gegangen sein. "Ein strafbares Verhalten des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Alfred Hudler ist nicht erweislich", teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Hudler wies stets alle Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als substanzlos und politisch motiviert. Sein Anwalt, Norbert Wess, zeigte sich entsprechend erfreut über die Entwicklung: "Damit endet ein Verfahren, das von Anfang an jeder sachlichen Grundlage entbehrte und für Dr. Alfred Hudler und seine Familie eine enorme persönliche und berufliche Belastung darstellte", hieß es in einer Stellungnahme.
Ausgangspunkt war Sonderprüfung des Ministeriums
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Sonderprüfung durch das Landwirtschaftsministerium (BMLUK) wegen Untreue, der mögliche Schaden betrage über 15.000 Euro, hieß es im Juli 2025. Eine interne Prüfung des Sachverhalts war nach Hinweisen beauftragt worden. "Im Zuge dieser Prüfung haben sich die Verdachtsmomente erhärtet. Gemäß der gesetzmäßigen Anzeigepflicht wurde in der Folge Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erstattet und der Aufsichtsrat der Spanischen Hofreitschule informiert", hieß es damals aus dem Ministerium.
Laut Wess stellte sich im Laufe des Verfahrens heraus, dass die Anzeige auf Initiative des Generalsekretärs des BMLUK, Johannes Abentung, erfolgte, ohne jedoch das Ergebnis der vom Aufsichtsrat der Hofreitschule beauftragten unabhängigen Prüfung durch die PwC Wirtschaftsprüfungs GmbH abzuwarten. Auch sei es zu keiner Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gekommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Winkler habe laut Wess in einem Schreiben an den zuständigen Minister Norbert Totschnig (ÖVP) in diesem Zusammenhang wörtlich festgehalten, dass "dem an den Aufsichtsrat in diesem Gespräch herangetragenen Ansinnen, Herrn Dr. Hudler umgehend zu entlassen, mangels nachvollziehbarer Sachverhaltsgrundlage nicht nachgekommen werden" könne.
Externe Überprüfung entlastete Hudler
Das Ergebnis der externen Überprüfung der Dienstreise- und Spesenabrechnungen von Hudler habe den Ex-Chef der Hofreitschule eindeutig entlastet. "PwC stellte fest, dass die Intention des Geschäftsführers nachvollziehbar war, geschäftliche und private Ausgaben getrennt zu halten", hieß es in der Mitteilung von Wess.
"Es ist äußerst bedauerlich, dass Dr. Alfred Hudler aufgrund einer voreiligen, falschen und unbegründeten Anzeige über Monate hinweg einer öffentlichen, medial begleiteten Demontage ausgesetzt war, die offenkundig ausschließlich politischen Interessen diente", sagte Wess.
Im vergangenen September war Hudler vom Aufsichtsrat der Hofreitschule, der er seit Dezember 2022 vorstand, entlassen worden. Die Absetzung erfolgte damals wegen "gravierender Verfehlungen". Alexandra Kaszay ist zwischenzeitlich zur neuen Chefin der Hofreitschule ernannt worden.
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