Klangspuren Schwaz 2026 setzen auf "Liebe des Zuhörens"
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von AgenturenDas Programm der 33. Klangspuren ist in mehrere Kapitel strukturiert
Bild: APA/APA/HERBERT NEUBAUER/HERBERT NEUBAUER
Die 33. Auflage des Tiroler Festivals "Klangspuren" in Schwaz setzt vom 10. bis 26. September mit dem Motto "Love is Louder" ganz auf die Kraft des Zuhörens. Dies dürfe aber nicht als Lautstärke missverstanden werden, die sich durchsetze, sondern "als Methode und Praxis des Zuhörens", sagte der neue künstlerische Festivalleiter, Marco Blaauw, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Schwaz. Als Komponistinnen sind dabei etwa Zara Ali und Claudia Molitor zu hören.
Die Musik dieser Komponistinnen und das Motto seien bewusst der gegenwärtigen Welt und dem aktuellen Zeitgeist entgegengesetzt, sagte Blaauw, der 2026 sein erstes Programm präsentiert und damit Christof Dienz nachfolgt. "Louder" müsse nämlich als eine "Form von Intensität und Dringlichkeit" ausgelegt werden, wobei es wiederum bei "Love" um die Praxis der "Hingabe des tiefgehenden Hinhörens" gehe, skizzierte er den Anspruch seines Programmes. Dieser Anspruch und das Programm treffen dabei auf eine Gegenwart, in der "Zuhören offenbar immer schwieriger wird".
Programm in Kapitel strukturiert
Dieses Programm habe er in mehrere Kapitel strukturiert. "Das andere Hören" umfasse unter anderem das Eröffnungskonzert am 10. September, bei dem das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter anderem das Cellokonzert von Liza Lim "A Sutured world" zur Aufführung bringt. Tags darauf feiert wiederum "Ausschweifen" von Georg Friedrich Haas seine Uraufführung.
Als weitere Kapitel sind "Klang als Widerstand", "Neue Formen des Erzählens" oder "Orte als Resonanzräume: Stadt, Natur, Wohnzimmer" geplant. Weiters wird es auch ein "Future Lab" geben, bei dem Studierende und Nachwuchsmusiker eingebunden sind. Auch eine "Klangwanderung" in der Schwazer Natur ist - wie in den Jahren zuvor - fix im Programm verankert.
Programmpunkte mit Heimatbezug und "Aliens"
Überhaupt soll das Festival fest in der Stadt Schwaz verwurzelt sein. So hat die Komponistin Molitor "Gespräche mit Einwohnern von Schwaz geführt", wie sie bei der Pressekonferenz ausführte. Diese habe sie nach "Klängen befragt", die die Stadt ausmachen würden. Antworten wie "Glocken, Vögel oder Bäche" werde sie schließlich zu einem Werk verweben, skizzierte sie ihr Projekt, das am 20. September seine Uraufführung feiert.
Abseits dieses Heimatbezuges wird wiederum die Komponistin Ali arbeiten. Sie deutete ein "sehr reichhaltiges Werk" an, das den "Fokus auf Menschlichkeit lege". Diese Menschlichkeit treffe in ihrem Stück allerdings auf "Fremde" und gewissermaßen auf "Aliens". Besagtes Werk "Codeborn" gelangt am 19. und 26. September zur Aufführung werde zudem ein "sehr dynamisches Stage-Design bieten", führte Ali aus.
(S E R V I C E - https://klangspuren.at/de )
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