Kiew baut Zusammenarbeit mit Syrien in Sicherheitsfragen aus
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von AgenturenSelenskyj traf seinen syrischen Amtskollegen Ahmed al-Sharaa
Bild: APA/APA/UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/HANDOUT
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Syrien eine engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen vereinbart. Angesichts des Iran-Krieges wolle die Ukraine ihre militärische Expertise in der Region einbringen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag nach einem Treffen mit seinem syrischen Amtskollegen Ahmed al-Sharaa in Damaskus auf Telegram. Es gebe ein großes Interesse am Austausch von militärischen Erfahrungen.
Die Ukraine hat in ihrem Krieg gegen Russland weitreichende Kenntnisse in der Abwehr von Drohnen- und Raketen erlangt. Syrien verfügt über keine bekannte Luftabwehr, die etwa iranische Geschosse abfangen könnte. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat die Regierung in Teheran wiederholt US-Stützpunkte und US-Verbündete in der Region beschossen.
Neben Sicherheitsfragen erörterten die beiden Präsidenten den Angaben zufolge auch die Lebensmittelversorgung in der Region. Die Ukraine wolle als verlässlicher Getreidelieferant zur Ernährungssicherheit im Nahen Osten beitragen, erklärte Selenskyj. An den Gesprächen in Damaskus nahmen nach Angaben der Türkei auch der türkische Außenminister Hakan Fidan sowie die Außenminister Syriens und der Ukraine, Asaad al-Shaibani und Andrij Sybiha, teil.
Selenskyj bereist derzeit den Nahen Osten
Selenskyj reist derzeit durch den Nahen Osten. Am Samstag hatte er in der Türkei mit Präsident Recep Tayyip Erdogan neue Schritte in der Sicherheitskooperation sowie gemeinsame Gasprojekte besprochen. Zuvor hatte die Ukraine bereits langfristige militärische Abkommen mit Saudi-Arabien und Katar geschlossen, ein ähnlicher Vertrag mit den Vereinigten Arabischen Emiraten steht laut Selenskyj vor dem Abschluss.
Es war die erste Reise Selenskyjs nach Syrien seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen im September. Diese waren nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Bashar al-Assad Ende 2024 neu geknüpft worden.
In Syrien sind zwei große russische Militärstützpunkte, die von der Marine und der Luftwaffe genutzt werden. Sharaa hatte am Dienstag in London erklärt, es werde daran gearbeitet, diese in Ausbildungszentren für die syrische Armee umzuwandeln.
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