LASK setzt im Cupfinale auf Coach Kühbauer und Kalajdzic
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von AgenturenKalajdzic überragt derzeit nicht nur aufgrund einer Körpergröße
Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU
Der LASK setzt im Finale des ÖFB-Fußball-Cups auf "K.u.K." Soll Dietmar Kühbauer mit der Erfahrung des Titelgewinns mit dem WAC vor einem Jahr den Takt vorgeben, soll Sasa Kalajdzic vorne für die nötigen Tore sorgen. Das Duo darf als deklarierte Erfolgsfaktoren für den Linzer Höhenflug in dieser Saison gelten. Fand Kühbauer als Nachfolger des glücklosen Joao Sacramento rasch den Draht zu den Spielern, blüht Kalajdzic nach einer intensiven Vorbereitung im Winter richtig auf.
Im Endspiel gegen Altach am Freitag (16.00 Uhr/live ORF 1) will der 28-Jährige weiter Punkte für den Aufsprung auf den WM-Zug von Ralf Rangnick sammeln. Die Formkurve stimmt. Fünf Tore schoss der 2,00-m-Mann in den vergangenen fünf Runden, darunter per Zauberschuss in Hartberg das 5:1. Kalajdzic' Streben nach der Reise nach Nordamerika - vor wenigen Monaten schier weit entfernt - kann in der aktuellen Verfassung eigentlich kein Thema sein. Klagenfurt soll die nächste, aber nicht letzte Erfolgsstation dieser Saison sein. Auch in der Bundesliga sind die Linzer mittendrin im Titelrennen.
Titel sollen Weg zur WM ebnen
"Wenn ich meine Leistungen bringe, kann ich dem LASK helfen. Dann können wir eventuell zwei Titel gewinnen und mit zwei Titeln stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass man einberufen wird", sagte Kalajdzic am Wochenende im ORF-Interview. Ralf Rangnick ist sein Formanstieg nicht entgangen. Schon in den Testspielen im März gegen Ghana und Südkorea kam Kalajdzic bei zwei Kurzeinsätzen auf rund 25 Minuten Spielzeit. Der Austausch mit Rangnick ist gegeben. "Er hat gesagt, dass es für ihn wichtig ist, dass ich gesund bin und spiele." Das war vor nicht allzu langer Zeit nicht so.
Als der ehemalige Admiraner im Spätsommer den Schritt zurück aus Wolverhampton in die heimische Liga machte, lief es überhaupt nicht für den baumlangen Angreifer. Beim LASK wollte Kalajdzic per Leihe wieder Fuß fassen, nötige Spielpraxis nach insgesamt drei Kreuzbandrissen zwischen Juli 2019 und Februar 2024 sammeln. Über 500 Tage musste er nach dem letzten auf sein Comeback warten. Seine Bilanz nach acht Bundesliga-Einsätzen - keiner länger als 60 Minuten - in der Herbstsaison war überschaubar: Kein Tor und kein Assist standen zu Buche.
Fitness als A und O
Kühbauer suchte das Gespräch. Seine Botschaft laut Kalajdzic: "Dass Fitness das A und O ist bei einem Fußballer." Der Chefcoach selbst berichtete von regen Diskussionen. "Nur weil du Tore in Deutschland und England geschossen hast, kannst du nicht herkommen und meinen, du spielst Halbgas", sagte Kühbauer in der Vorwoche bei einer Podiumsdiskussion. Kalajdzic habe es dann verstanden, dass nur er bestimmen könne, "wo die Reise hingeht" - und sich in der Wintervorbereitung dann Woche für Woche gesteigert.
Bereits im ersten Spiel des Jahres setzte Kalajdzic beim 3:2 im Viertelfinale des ÖFB-Cups gegen Lokalrivalen Blau-Weiß Linz mit einem Treffer und der Vorlage zum entscheidenden 3:2 ein Statement ab. Die Qualitäten des 21-fachen Internationalen (4 Tore) sind ohnehin unbestritten. Kalajdzic gilt trotz seiner Größe als technisch versiert, kann den Vollstrecker und Einfädler gleichzeitig geben. Er sei ein "Ästhet" am Ball, schwärmte Kühbauer.
Der Burgenländer selbst hofft in Klagenfurt auf ein Deja-vu. Vor einem Jahr feierte Kühbauer mit den Wolfsbergern überschwänglich seinen ersten Titel als Cheftrainer. Ein Jahr später soll der 55-Jährige wieder die Marschrichtung zum Pokal vorgeben. Kühbauer spielte die Bedeutung ein wenig herunter. "Den ersten Titel zu erringen ist eine super Geschichte, aber ich will nicht zu viel darüber reden. Wir leben lieber im Jetzt", sagte er zwei Tage vor dem Finale. Vergleiche zwischen dem WAC und dem LASK wollte Kühbauer nicht anstellen. "Ich weiß auch nicht mehr, was letztes Jahr war, weil ich doch schon älter bin. Wichtiger ist, dass die Jungs wissen, was sie tun müssen, nicht ich."
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