LASK träumt nach Sturmlauf an die Tabellenspitze vom Double

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Der LASK ist drei Runden vor Schluss obenauf

Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU


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Der LASK hat die Gunst der Stunde genutzt und steht dank Wiener Schützenhilfe an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Die Linzer fertigten den zuletzt defensiv stabilen TSV Hartberg am Sonntag mit 5:1 ab, während Titelverteidiger Sturm Graz (1:1 gegen Austria Wien) und Red Bull Salzburg (0:1 bei Rapid) Punkte abgaben. Die Kühbauer-Elf führt damit vor den abschließenden drei Runden der Meistergruppe punktegleich vor Sturm und zwei Zähler vor Salzburg.

Der LASK hat in seiner Clubgeschichte mit dem Meistertitel und dem Cupsieg in der Saison 1964/65 zwei nationale Titel geholt. 61 Jahre später sind die Linzer Athletiker wieder im Rennen um das Double. Am 1. Mai steht mit dem Cupfinale gegen Altach der erste Akt an, danach folgen noch Duelle mit Rapid, Salzburg und der Austria. "Das war wichtig, dass wir den Dreier eingefahren sind. Jetzt ist dann Cupfinale, dann kommt Rapid, das sind alles so Endspiele", sagte Kühbauer, der Vater der Linzer Meisterträume, am Sonntagabend.

Als der Burgenländer am 9. Oktober vom WAC abgeworben worden war, lag der LASK auf dem vorletzten Platz. Aktuell überzeugen die Schwarz-Weißen mit Konstanz. Sie sind nach zuletzt drei Siegen und zwei Remis das beste Team der Meistergruppe und können auch Ausfälle wie diesmal die gesperrten Joao Tornich und Samuel Adeniran scheinbar problemlos ersetzen. "Man hat die Klasse gesehen, die in dieser LASK-Mannschaft steckt", befand Hartberg-Trainer Manfred Schmid nach der klaren Heimniederlage.

Lob für Zaubertorschützen Kalajdzic

Nach einer 2:0-Führung nach 30 Minuten und dem 3:0 wenige Sekunden nach Wiederbeginn kam Hartberg zwar auf, der Sieg war dennoch ungefährdet. "Wir haben das Spiel total unter Kontrolle gehabt. Einzig nach dem 3:1 in der zweiten Hälfte haben wir ein wenig nachgelassen, was aber auch verständlich ist", meinte Kühbauer mit Blick auf den anstehenden Höhepunkt.

In der Nachspielzeit legte seine Elf dennoch zwei Tore durch Christoph Lang und Sasa Kalajdzic nach, der Schlusspunkt war ein "Zauberschuss" (Kühbauer) der Marke Tor des Jahres. Kalajdzic, der auch zum 2:0 getroffen hatte, überhob von der Mittellinie den Zweimeter-Tormann Tom Hülsmann und erntete danach viel Lob. "Wenn er verletzungsfrei bleibt, sieht man, was er bewegen kann. Er ist auf einem richtig guten Weg. Er wird uns und Österreich noch Freude machen", sagte Kühbauer über den ÖFB-Teamstürmer.

Offensiver Offenbarungseid

Einen Mann derartiger Klasse sucht Sturm seit den Abgängen von Mika Biereth und William Böving schon länger vergeblich. Der im Winter aus Altach gekommene Trainer Sandro Ingolitsch hat die Grazer defensiv stabilisiert - im Offensivspiel ist seine Truppe aber augenscheinlich zahnlos unterwegs. "Mit Ausnahme von Kiteishvili muss man die Torjäger mit der Lupe suchen. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien da gescoutet wurde, das Toreschießen war nicht ganz oben", sagte Ex-Torjäger und Sky-Experte Marc Janko.

"Es ist sehr, sehr schwer. Jeder Gegner kommt hierher, rührt den Beton an und stellt den Mannschaftsbus hinten rein. Und das zu bespielen, ist das Schwierigste auf der Welt. Das stellt uns vor Herausforderungen, die wir aktuell nicht gut genug bewältigen", sagte Ingolitsch nach dem vierten Remis in Folge. Seit fast 400 Minuten ist Sturm ohne Treffer aus dem Spiel heraus. Die Stürmer Seedy Jatta, Maurice Malone, Axel Kayombo und Winter-Leihstürmer Rory Wilson kommen in den sieben Spielen der Meistergruppe gemeinsam auf ein mageres Tor.

Der Trainer will sich "etwas überlegen, dass wir wieder torgefährlicher werden, denn wir müssen wieder Spiele gewinnen, um am Ende des Tages auf einem guten Platz zu stehen". Erneut erinnerte Ingolitsch auch daran, dass mit Leon Grgic, Filip Rozga und Belmin Beganovic Optionen verletzungsbedingt fehlen. Auch im vierten Heimspiel der Meistergruppe gelang kein Sieg. "Wieder ein X, bitter, wir brauchen zu Hause Siege. Wir müssen in Salzburg voll anschreiben, nur das zählt im Titelrennen", meinte Paul Koller, der mit seinem ersten Tor für Sturm zumindest noch die erste Heimniederlage unter Ingolitsch verhinderte.

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Spiel als "Spiegelbild" für Austria

Die Austria war nah dran, bis zuletzt die Null zu halten. "Ich sage, wenn du das 1:0 schießt, geh' auf das zweite und versuche es nicht nur hinten zu verteidigen. Das ist uns nicht ganz gelungen", sagte Tin Plavotic, der Torschütze zum 1:0. "Dann hatten sie eine Druckphase und dann fliegt noch einer rein." Austria-Kapitän Manfred Fischer sah nicht zuletzt ein "Spiegelbild unserer Meistergruppe. Wir sind 1:0 vorne, haben die Chance, den Sack zuzumachen. Dann macht Sturm drei Minuten richtig Druck und wir überstehen diese Phase nicht." Die auf Platz fünf liegenden Violetten können nun auch rechnerisch nicht mehr Meister werden.

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