Leichte Entspannung bei Waldbrand im Kärntner Lesachtal
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von Agenturen360 Feuerwehrleute sind am Sonntag im Lesachtal im Einsatz
Bild: APA/APA/FF FÖROLACH
Der Waldbrand im Kärntner Lesachtal hat sich in der Nacht auf Sonntag nicht weiter ausgebreitet. Die Lage habe sich etwas entspannt, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor am vierten Tag des Brandes mit. Die Löschmannschaften wurden auf 360 Feuerwehrleute von 36 Feuerwehren aufgestockt. An Ort und Stelle sind auch 60 Kräfte des Katastrophenhilfsdienstes aus dem Bezirk Spittal an der Drau. Unterstützt wurde der Löscheinsatz von sieben Hubschraubern.
Am Samstag waren 280 Feuerwehrleute bis in die Abendstunden im Löscheinsatz gewesen, unterstützt wie am Sonntag von vier Polizeihubschraubern und drei Hubschraubern des Bundesheeres. Nachdem sich der Brand in der Nacht auf Samstag auf 110 Hektar ausgebreitet hatte, gelang es seither, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. "An den Flanken konnte bereits mit der anstrengenden und schweißtreibenden Glutnesterbekämpfung durch Bodenkräfte begonnen werden", berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Zimmermann am Abend.
Feuerwehrmann mit verletzter Hand
Ein Feuerwehrmann hatte sich am Samstag an der Hand verletzt. Er wurde nach der Erstversorgung mit der Rettung in das Bezirkskrankenhaus Lienz in Osttirol gebracht, wo er ambulant behandelt wurde. Am Sonntag standen sechs Sanitäter des Roten Kreuzes für Notfälle vor Ort bereit. Die Straße durch das Lesachtal blieb auch am Sonntag zwischen St. Lorenzen und Maria Luggau gesperrt.
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) besuchte am Samstagnachmittag das Lesachtal, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Am Sonntagvormittag ist eine Pressekonferenz mit Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) und Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin geplant.
Der Waldbrand im Kärntner Lesachtal war am Donnerstag ausgebrochen. Aufgrund der Trockenheit breiteten sich die Flammen zunächst rasch aus. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Was das Feuer ausgelöst hat, war noch völlig unklar.






